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Frühstück in Weiß

Ein besonderes Nachbarschaftsfest! – Der Reetwerder, die Straße mit besonderem Charme im Bergedorfer Zentrum, veranstaltete am Sonntag, den 26. Juni 2011 ein „Frühstück in Weiß“. Eingeladen waren Anwohner, Geschäftsleute und Freunde rund um den Reetwerder, um gemeinsam diesen Tag zu gestalten. “Eine sehr schöne Idee, so etwas sollte jedes Jahr stattfinden. Es gefällt mir sehr.” schwärmte die Nachbarin Martina Westphal aus der Ernst-Mantius-Straße.

Gedeckt an einer langen weißen Tafel nahmen die Freunde rund um den Reetwerder an dem sonnigen Tag zum gemeinsamen Frühstück Platz.

Denn alle Teilnehmer kamen ganz in Weiß gekleidet, Sitzgelegenheiten und Tische waren aufgestellt, jeder brachte etwas zu essen und zu trinken mit. Selbst das Wetter nahm dankbar die Einladung zum Frühstück an. Bei strahlendem Sonnenschein wurde die Veranstaltung zu einem großen Erfolg. „200-300 Reetwerderianer“ saßen an langen Tischreihen im abgesperrten Reetwerder, ließen es sich schmecken und verwandelten den Reetwerder in eine Gartenparty.

Begleitet wurde das erstmalige Fest von der Sängerin Sirin Esinsel, die zusammen mit ihrer Band in weißer Kleidung auftrat.

Zusätzlich untermalt wurde das „Frühstück in Weiß“ durch ein abwechslungsreiches Live-Musikprogramm und eine Kunstausstellung mit Fotos und Bildern in zahlreichen Schaufenstern der Geschäfte entlang der Straße.

Bereits früh am Morgen trafen sich an diesem Sonntag die Organisatoren und verteilten Tische und Bänke vom Zeltverleih Uwe Möller gestiftet entlang der Straße.

Die gute Laune beim Frühstück und der Erfolg bei den Besuchern führte dazu, dass eine Wiederholung im nächsten Jahr fest ins Auge gefasst wurde, denn auch die lokalen Geschäftsinhaber waren begeistert, wie etwa Meike Lube-Lüdeke vom Strandhaus: “Was für eine schöne Veranstaltung und alle sind so festlich und schön angezogen.”

© Text und Fotos – Cornelius Kalk

Die Geschäfte stellten außerdem entweder ihre Schaufensterflächen oder gleich die Ladenflächen für künstlerische Darbietungen zur Verfügung wie hier im Café Tolé.

Herzlich willkommen…

…auf meinem neu eingerichteten Blog. Er dient dazu, mich auf meinen Reisen zu begleiten und meine eigenen Erlebnisse zu veröffentlichen und zu teilen.

Im vergangenen Jahr ermöglichte mir mein Beruf insgesamt drei Reisen, eine nach Mallorca, die nächste nach England und schließlich bewegte ich mich noch eine Woche lang für die Zeitschrift ‘Boote’ auf der Weichsel und entdeckte ein spannendes Polen.

Eine weitere Reise in den Iran verschob ich aufgrund der Unruhen lieber auf vorläufig unbestimmte Zeit, aber auch Persien habe ich auf eine Art und Weise für mich neu entdeckt, daß ich auch dieses Land unbedingt ausführlicher bereisen möchte, als es bisher möglich war.

Ich wünsche meinen Lesern daher viel Spaß beim Verfolgen meiner Geschichten!

Und allzeit gutes Licht wünscht Ihnen

Cornelius Kalk

Two crazy guys with their Nikons

Manchmal kommt ein guter Auftrag auch mal sehr kurzfristig. Es war ein Mittwoch Nachmittag, ich befand mich gerade bei guten Freunden, als ein befreundeter Fotograf bei mir anrief und mich fragte, ob ich in der kommenden Woche noch Zeit hätte und ihm assistieren könne. Weitere organisatorische Fragen konnten wir in enger Abstimmung mit unserem gemeinsamen Kunden schnell klären, ich kaufte mir am gleichen Tag noch einen Reiseführer und ab ging es bereits den Sonntag drauf über diesen großen Teich Richtung Washington D.C.

Unsere Mission lautete die Aufnahme von Gebäuden einer großen Fondsgesellschaft, nebst den Sehenswürdigkeiten der Stadt und die Anfertigung von Feature-Bildern. Die Gebäude befanden sich frisch im Portfolio des Emissionshauses, die mit den Bildern ihren Emissionsprospekt visualisieren wollten. Christian hatte dabei den Hut auf und ich half ihm dabei, wo ich konnte, sei als Chauffeur durch die Stadt zu fahren und dabei an den unmöglichsten Stellen kurz anzuhalten, sei es kleine Besorgungen zu erledigen oder auch nur den Kaffee zu organisieren. Sind Sie schon einmal mit einem richtigen Fotografen verreist? Kennen Sie den Wunsch, gerade mal das Objektiv wechseln zu müssen oder geeigneteres Licht abzuwarten? Bei uns war das gegenseitige Verständnis für solche Aktionen natürlich groß. Jeder führte seine eigene kleine Ausrüstung an Nikon-Kamera nebst Zubehör mit, was bei der Einreise bereits zu kleinen Verzögerungen führte. Die Nikon-Gehäuse waren damals zum Glück schon kompatibel, da mußten wir nicht lange überlegen, ob wir analog oder digital fotografieren, die meisten der Auftragsfotos entstanden aber wegen der schnelleren Bearbeitung in digitaler Form.

Genau in der Woche vor unserer Ankunft lag Washington unter einer hohen Schneedecke, mit der wir einzelne Aufnahmen von außen schlecht realisieren konnten, aber das Wetter geriet zunehmend unter Hochdruckeinfluß, der uns an einem Tag sogar frühlingshafte 17° C mitten im Februar bescherte. Daher nutzten wir insbesondere die ersten Tage zur sorgfältigen und vollständigen Belichtung der Bürokomplexe, zunächst nur nebenher später dann ausführlicher widmeten wir uns den Sehenswürdigkeiten und hielten nach charakteristischen Szenen vom urbanen Leben Ausschau. Täglich sammelten wir unsere Fotos, überspielten sie auf Festplatte, sichteten und bearbeiteten die ersten Ergebnisse, die Datensicherung nicht vergessen. Zwischendurch stimmten wir uns mit unserem zunehmend zufriedeneren Kunden ab und abends genossen wir still und heimlich die unzähligen Eindrücke der für uns vorher so fremden Stadt und gingen wegen der gewöhnungsbedürftigen Zeitumstellung früh schlafen.

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© Text und Fotos – Cornelius Kalk