Monatsarchiv: Juni 2010

WM Fundstück Nr. 3

Ein kleiner Ball, ein gelber Strohhalm, ein kleines Männchen aus Pappe und ein grünes Tablett – fertig ist das nächste Fundstück zur Fußball-Weltmeisterschaft. Diesmal aufgetrieben in der Zinnschmelze auf dem Tresen.

Ist der Ball drin oder draußen?

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Open-Air Auftaktveranstaltung vom Jazz Sommer Barmbek

Jetzt ist Jazz Sommer Barmbek

Ein Saxophon-Workshop, vier sehr vielseitige Bands auf der Open-Air-Bühne und als krönender Abschluß die Salsa-Night – der Jazz Sommer Barmbek feierte einen fulminanten Auftakt. Mittags lud die Zinnschmelze mit der freundlichen Unterstützung von Yamaha zum Mitspielen einer Melodie auf dem Saxophon ein. Doch Geduld mussten die Teilnehmer haben, ehe ein erster Ton das Mundstück des Instrumentes verlassen konnte. Denn wer ernsthaft spielen möchte, braucht langem Atem. Nur nicht an dem heutigen Tage, denn nach der richtigen Atemtechnik, mit der einem nicht gleich die Luft wegbleibt, wurde eine allseits bekannte Melodie eingespielt.

Nach zwei Stunden konnten die Teilnehmer bereits eine berühmte Melodie vom King of Pop alleine begleiten.

‚You are not alone‘ vom King of Pop selbst war das Ziel und eine Begleitung ist innerhalb der Zeit für alle locker zu bewältigen. Nach kürzester Zeit entwickelten alle ein erstaunliches Feingefühl für die Töne und das Tempo. Kenntnisse musste dennoch keiner der Teilnehmer mitbringen, allerdings waren die Plätze sehr begrenzt, weshalb ein weiterer Workshop im Laufe vom Jazz Sommer Barmbek geplant ist.

Veranstalter Heiko Langanke vom Harburger Stellwerk und Petra Henze vom Büro für Lokale Wirtschaft – LoWi begrüßen freudig das Publikum.

Von der Zinnschmelze bewegte sich der Schwerpunkt vom Jazz Sommer Barmbek dann in Richtung Museumshof vom Museum für Arbeit. Die Bühnentechniker bereiteten zeitgleich die Bretter, die die Welt bedeuten vor, damit pünktlich um 15:00 Uhr die Schüler der Hamburger Jugendmusikschule ihr Programm spielen konnten. Unter der Leitung von Edgar Herzog absolvierten die Gewinner vom Landeswettbewerb ‚Jugend jazzt‘ einen jazzartigen Parcours durch ihr Big Band Programm. Und trotz des nicht ganz so sommerlichen Wetters mit ein paar grauen Wolken und frischem Wind zog die Auftaktveranstaltung rund 200 Zuschauer vor die Bühne.

Zum Auftakt spielte die Big Band der Jugendmusikschule Hamburg ‚Think Big‘.

Eine Zugabe gab es obendrauf, doch dann wechselte der Jazz seine Seiten, genauso wie es das facettenreiche Barmbek mit seinen 150.000 Einwohnern auch gerne macht, wenn man sich die Mühe macht, diesen östlichen Stadtteil Hamburgs richtig zu erkunden. Ursprung der neuen Richtung ist ein ehemaliger Club auf dem Kiez, der für seine anregenden Jazz-Klänge bekannt war. Das Umfeld des Mojo-Clubs brachte den Schlagwerker Sönke Düwer hervor, der wiederum die Nu Jazz-Formation ‚Groove Galaxi‘ erschuf.

Sönke Düwer von der NuJazz-Formation ‚Groove Galaxi‘

Es begann ein Ritt durch den moderneren und jüngeren Jazz, wie ihn manche von dem Esbjörn Svensson Trio gewohnt sind. Nur mit Keyboard, Schlagzeug und Trompete ausgestattet, bewegte sich diese musikalische Welt zwischen selbst komponierten Stück, berauschenden Solo-Einlagen und Klassikern wie Herbie Hancocks ‚Cantaloupe Island‘ durch die Welt des groovigen modernen Jazz.

‚Groove Galaxi‘ mit modernen Varianten vom Jazz.

Ein Kontrabaß, ein Schlagzeug, ein Altsaxophon und eine Gitarre waren denn die Instrumente der dritten Formation um den jungen Jonas Ganzemüller und seinen drei weiteren Jungs. Zurück kamen die klassischen Elementes des Jazz und zurück kamen leider auch ein paar Regenwolken, die aber die Stimmung der Bandmitglieder und der Zuschauer nicht verderben konnten. Vereinzelt mischten sich sogar einige rockige Elemente in den Sound.

Jonas Ganzemüller vom gleichnamigen Quartett rund um den Altsaxophonisten

Eng wurde es beim letzten Auftritt und alle mussten zusammenrücken und schon mal die Plätze wechseln. Die Big Band ‚JazzEssence‘ stürmte die Bühne und machte damit dem Wetter Konkurrenz. Diesmal bestand das Repertoire aus Stücken von Earth, Wind & Fire, Duke Ellington und weiteren musikalischen Größen. Die Leitung lag bei dem Hamburger Pianisten und Dirigenten Nils Gessinger, der durch den letzten Open-Air-Auftritt auf dem Hof des Museums für Arbeit moderierte.

Gute Stimmung zum Abschluß der Open-Air-Veranstaltung mit ‚JazzEssence‘

Während der instrumentale Teil bei den letzten beiden Gruppen überwiegte, mischten sich bis zu drei Sängerinnen noch auf die enge Bühne und gaben ihr bestes zu Gehör für das immer noch ausharrende Hamburger Publikum, das am Ende einen großartigen Beifall für die Musiker, aber auch die Organisatoren rund um Heiko Langanke vom Harburger Stellwerk und Petra Henze vom Büro für Lokale Wirtschaft – LoWi, die mit ihrem Einsatz ein weiteres jazzhaltiges Sommermärchen wahrmachen.

Gesangsuntermalung als Begleitung vom Landesjugendorchester Hamburg

Krönender Abschluß dieses Tages der Jazzmusik war erneut die Zinnschmelze, die gleich nach dem Open-Air-Auftakt zur Salsa-Night einlud. Zunächst gab es eine gute Schnupperstunde Einführung in die Grundschritte und einfache Drehungen. Ganz nebenbei ahmten so etwa 30 Teilnehmer die Schritte vom Tanzlehrer Frank Ehlers von der SalsaDivision nach. Neben den ersten Versuchen Salsa konnten die Teilnehmer dieses Workshops auch gleich noch den Merengue und Bachatta kennenlernen. Erste Drehungen gab es gleich mit dazu und nach eineinhalb Stunden übergab Frank die Regie schließlich an DJ Nacho ab, der dann bis in die frühen Morgenstunden mit südamerikanischen Rhythmen und Clubmusik die Stimmung zum Kochen brachte.

Frank Ehler von der SalsaDiversion erklärt erste Salsa-Schritte zur Salsa-Night in der Zinnschmelze.

Die Zinnschmelze wird denn auch der Austragungsort der nächsten Veranstaltung aus der Reihe Jazz Sommer Barmbek sein. Am 01.07. findet dort die Worldmusic-Fusion-Night statt, worauf sich schon so mancher Jazzliebhaber freuen dürfte.

WM Fundstück Nr. 2

Auf das zweite Gruppenspiel gegen Ghana waren die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Zweigstelle der Haspa in der Fuhlsbüttler Straße in Hamburg-Barmbek sehr gut vorbereitet. Lag das Spiel mit der Uhrzeit doch in der Dienstzeit, fieberten alle in passenden WM-Trikots aus diesem Jahr und aus vergangener Jahre mit. Damit stellten Sie Ihren Patriotismus noch vor die sonst im Finanzdienstleistungssektor vorgeschriebene Etikette. Genutzt hat es der Deutschen Mannschaft zumindest in diesem Spiel wenig, aber weitergekommen ist sie trotzdem und liegt damit immer noch im Rennen.

Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Haspa Filiale in Barmbek in WM-Trikots.

WM Fundstück Nr. 1

Fundstück Nr. 1 während der Fußball WM 2010 ist ein Johannesburger der Schanzenbäckerei.

Johannesburger der Schanzenbäckerei

Barmbek erlebt seinen ersten JAZZ-SOMMER

Es ist Sommer, es ist die Zeit unterwegs und draußen zu sein, es ist alles etwas entspannter und genussvoller.

Somit auch Zeit, den Jazz nach Barmbek zu bringen!

Erstmalig und in einer Kooperation des Teams des „Büros für Lokale Wirtschaft“ (LoWi) der „IG Fuhle“ sowie des Jazzclubs im Stellwerk e.V. wird nun vom 19. Juni bis zum 19. September der Jazz-Sommer Barmbek statt finden.

Oberstes Ziel dieser vielseitigen musikalischen Reise durch das Hamburger Quartier wie durch den Jazz selbst ist es, interessante Stätten und interessante Projekte kennen zu lernen. „Ist man erstmal auf den Geschmack gekommen, so LoWi-Leiterin Petra Henze, wird sich manches von selbst ergeben.“

Das Programm ist ebenso vielfältig wie der oft unterschätzte Stadtteil Barmbek: kaum bekannte Locations und ebenso Insidern vorbehaltene Musikformationen versüßen den Sommer, an dem sonst typische Musik-Orte eher der Sommerpause frönen: ein Open-Air bei freiem Eintritt im Rahmen des „Tags der Musik“, Salsa-Tanz, Saxophon-Workshop, ein Lese-Abend mit Jazz&Krimi, ein Brunch mit Kaempfert-Legende Ladi Geisler oder ein ozeanischer Tripp mit dem U-Boot-Orchester in die heilige Hallen der Tiehloh-Kirche: es ist für jeden Geschmack etwas dabei.

„Die Themen sollen anregen und neugierig machen“, so Heiko Langanke vom sonst in Harburg ansässigen Jazzclub im Stellwerk. „Und es soll die Vielfalt und Besonderheiten vom Stadtteil Barmbek aufzeigen“, so Petra Henze, die dafür Partner wie den Bezirk Nord, die Behörde für Kultur, Sport und Medien die Saga/GWG oder die Haspa gewinnen konnte.

Die zahlreiche  Veranstaltungen werden allerorts sowohl mit Plakaten als auch mit Faltflyern und in der Tagespresse oder unter dem eigens eingerichteten Webportal www.jazz-sommer-barmbek.de zu finden sein.

Und es sind wirklich einige außergewöhnliche Projekte vertreten, die Lust auf mehr machen:

  • Den Vor-Auftakt macht am Freitag (18. Juni um 11h) die Haspa-Filiale Fuhlsbüttler Straße / Ecke Hellbrookstraße. Dort wird für zwei Wochen die eigens vom Darmstädter Jazzinstitut geliehene Ausstellung „Tension“ um das Vermächtnis des legendären deutschen Jazzposaunisten Albert Mangelsdorff zu sehen sein. Zur Vernissage spielt zudem der in Hamburger lebende Jung-Posaunist Christoph Grages ein Solo-Posaunen-Konzert.
  • Im Rahmen des „Tags der Musik“ (17.-20.6.) wird dann der Barmbeker Jazz-Sommer ganz offiziell am Samstag (19.6.) ab 15h auf einer Open-Air-Bühne am Platz des Museums der Arbeit eröffnet. Dort sind neben der Bigband der Hamburger Jugend-Musikschule „Think Big“ – frischer Preisträger des Wettbewerbs „Jugend jazzt“ – auch die Pop-Jazz-Band „Allophonic“, das bundesweit bekannte NuJazz-Projekt „Groove Galaxi“ des Hamburger Schlagwerkers Sönke Düwers als auch das Hamburger LandesJugendJazzOrchester „Jazz Essence“ um den Leiter und bekannten Pianisten Nils Gessinger vertreten.
  • Im Umfeld findet ein Saxophon-Workshop zum kennenlernen des Instrumentes statt (19.6., 12-15h in der Zinnschmelze) und mit Salsa, Merengue oder Tango kann der Abend tänzerisch in der Zinnschmelze abgeschlossen werden.
  • Am 1. Juli (Do, 20h) gibt es in der Zinnschmelze einen Fusion- und Weltmusik-Abend mit zwei Hannoveraner Jazzformationen. „the meting of the spirits“ und „Punk Jazz“ führen durch den Geist der legendären Jazzprojekte „Mahavishnu-Orchestra“ und „Weather Report“ des verstorbenen Pianisten Joe Zawinul.
  • Am 21. Juli (Mi., 20h) führt die Reise in die Buchhandlung Hoffmann. Dort liest die Krimi-Autorin Katrin McClean aus ihrem Roman „Im Schatten des Geldes“, während der Pianist Johannes Bahlmann mit jazzigen Klängen in gruselig-spannende Gefilde führt.
  • Am 2. August (Mo., 20h) führt die vierköpfige Formation „Herr Huber“ mit Cool-Jazz, Trompete und Gesang durch einen illustren Bar-Abend.
  • Das einzigartige Hamburger „U-Boot-Orchester“ taucht am 14. August (Sa., 20h) in der Auferstehungskirche Tiehloh auf und lässt von Wassertrompete bis Meerjungfrau und Videoinstallation keine Überraschung aus.
  • Gitarrist und Jazzlegende Ladi Geisler (einstiger Knack-Bass im Bert-Kaempfert-Orchester) lädt zum Brunch am 15. August (So., ab 12h) ins „BigEasy“.
  • Dass Jazz eine durchaus tanzbare Musik war und ist, steht am 30. August (Mo., 20h) auf der Kulturbühne Bugenhagen auf dem Prüfstand. Die swingerprobte BigBand der Technischen Universität Harburg um Leiter Gero Weiland lädt zum Tanz mit Swing, Charleston oder LindyHop ein. Ein Schnupper-Tanzkurs mit elementaren Schritten für tanzbegeisterte inklusive!
  • Am 4. September (Sa., 12h) lädt der Delikatessen-Laden „was das Herz begehrt“ zum Lounge-Nachmittag mit dem Duo „soulsteady“ ein. Soul, Jazz und Chill(i) werden bei den berühmten Schokotörtchen für musikalische und kulinarische Hochgenüsse führen.
  • Das Abschlussevent dann exakt nach drei Monaten (So., 19.9., 12h) auf dem Ohlsdorfer Friedhof und im Rahmen des „Tags der Friedhöfe“ mit dem ausgefallenen Duo „PerGünth“ – Saxophon und Gitarre in sakraler Atmosphäre – wie der ganze Jazz-Sommer – einfach immer anders!

Die meisten Konzerte des Barmbeker Jazz-Sommers sind kostenfrei, detailliert und samt Umgebungsplan auf dem eigens eingerichteten Webportal www.jazz-sommer-barmbek“ zu finden.

I.V. Heiko Langanke (Jazzclub im Stellwerk e.V.)

 

Für Nachfragen steht Ihnen  LoWi – Büro für Lokale Wirtschaft
Hellbrookstraße 57, 22305 Hamburg, Tel.: 040/432 627 96
E-Mail: info-barmbek@lokale-wirtschaft.de
http://www.lokale-wirtschaft.de gerne zur Verfügung!

Carrotmob

Ein Carrotmob ist ein „Buykott“ oder Anti-Boykott also ein verabredetes Konsumieren zu einem bestimmten Zeitpunkt. Dies schafft Mehrwerte und echten Nutzen. Man kauft, was man eh braucht zusammen und an einem bestimmten Ort und tut damit Gutes.

Carrotmob in Hamburg beim türkischen Gemüsehändler Yesilirmak in der Schanze

Die Organisatoren wählen vorher den Laden aus mehreren Mitbewerbern aus. Der Bewerber der sich bereit erklärt, den größten Prozentsatz des Tagesumsatzes in nachhaltiges Wirtschaften zu investieren, gewinnt. So könnte der Laden z.B. auf Ökostrom umsteigen, Energiesparlampen und Ökopapier nutzen, eine konsequente Abfallentsorgung einführen, Fairtrade Kaffee verkaufen, eine Solaranlage bauen oder ein Teil des Sortimentes auf Bio umstellen!

Das Team vom Carrotmob und vom Gemüsehändler.

Es sind 1.673,25€ an Einnahmen in vier Stunden Carrotmob zusammengekommen und 276 Carrotmobber hat die Kasse drinnen gezählt.Somit sind 669,30€ für das Klima zusammengekommen! Hamburg das war ein großartiger Start!

Das gut sortierte Kühlregal mit einer Mischung aus Lebensmitteln unterschiedlicher Herkunft.