Monatsarchiv: August 2010

Dance the Jazz

Vom Jazz-Trio zum ganzen Orchester, der Bogen vom Jazz Sommer Barmbek ist groß gespannt und der südlichste Veranstaltungsort ist die Kulturbühne Bugenhagen am Biedermannplatz. Zeitlich führt uns die Reise zurück in das 20. Jahrhundert und wir gehen zusammen mit der Big Band der TU Harburg auf einen musikalischen Trip durch Swing, Charleston und LindyHop. Der Swing erlebt in Hamburg zur Zeit eine andauernde Renaissance und die Neugierigen unter ihnen fangen nach abgelegter Schüchternheit sogar an zu tanzen. Das Orchester bot denn auch typischen Big Band Jazz gesanglich vortrefflich unterstützt durch Regina Ebinal, Tim Swan, die bekannte Songs von Frank Sinatra, Lionel Richie oder Michael Bublé vortragen. Zwischendurch greift denn auch die gebürtige Chilenin Patricia Gracia Salas zum Mikrofon und gibt spanische Songs zum Besten. „Wir freuen uns sehr darüber, so hochkarätige Musiker bei uns heute zu Gast zu haben,“ berichtet der künstlerische Leiter der Kulturbühne in Barmbek Lothar Schwindt. „Swing wirkt noch einmal ganz anders, wenn zum Orchester dann noch so viel Publikum mit einer ansteckenden Leichtigkeit die Tanzbeine schwingt.“

Die Begeisterung von den Zuschauern hielt sich weit in die zweite Hälfte und das Orchester entwickelte sichtlich mehr und mehr Spaß an dieser gelungenen Veranstaltung. Und wenn das Publikum schon nicht mittanzt, so schnippt es bei den meisten der Lieder  mit oder bewegt zumindest ein Körperteil.

© Text und Fotos – Cornelius Kalk

Die Big Band der TU Harburg ‚SwingING‘ lud zum Swingen und Mittanzen bei der Kulturbühne Bugenhagen ein.

In drei Reihen hintereinander gaben in erster Linie die Bläser den Ton an und wurden dabei von Schlagzeug und Gitarre unterstützt.

Das hervorragend aufeinander abgestimmte Orchester glänzte durch einen satten Sound.

Gesanglich wurden die Herren dabei vortrefflich durch Reginal Ebinal.

Eingeladen waren die Besucher aber nicht nur, um die Musik zu genießen, sondern auch zum Tanzbein schwingen.

Moderiert wurde der Abend durch Tim Swan, der gleichzeitig Lieder von Frank Sinatra oder Michael Bublé eigens interpretiert wiedergab.

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Legenden in Barmbek

Der ehemalige Knack-Bass vom Bert Kaempfert Orchester ‚Ladi Geisler‘ gab zusammen mit dem Bassisten ‚Joe Sydow‘ und Pianisten und gleichzeitig Saxophonisten ‚Uwe Johst‘ ein Konzert zur besten Brunch-Zeit im Big Easy. Der mittlerweile 82-jährige zählt als Legende und spielt an seinem Instrument noch genauso virtuos wie vor zig Jahren. Passend zum Namen des prominenten Lokals in der Fuhlsbüttler Straße gab es unbeschwerte Klänge, die einen gedanklich unmittelbar in das Mississippi-Delta rund um New Orleans versetzen. Ideal geeignet zum beswingten Start für einen Sonntag gepaart mit einem leckeren Brunch, beides zusammen waren eine Garantie für gute Laune. Die war auch sichtlich bei den Musikern vorhanden, die sich stets für den Applaus bedankten.

Routiniert und virtuos bewegten sich alle Finger auf und entlang der Instrumente.

Als früherer Knack-Bassist beherrscht Ladi Geisler seine Instrumente wie kaum ein anderer.

„Die Musik passt ideal zu unserem sonntäglichen Brunch. Toll, dass die IG Fuhle e.V. so eine Musikreihe aus der Taufe gehoben hat,“ berichtet Herr Winkler Geschäftsführer vom Big Easy zufrieden. „Wir haben ohnehin schon viele Kunden, die unser sonntägliches Frühstücksbuffett gerne annehmen, aber die Musik sorgt heute für eine ganz besondere Stimmung.“ Und auch nach runden zwei Stunden Gesamtspielzeit wirken die drei älteren Herren immer noch nicht müde, aufgeputscht durch den belebenden Applaus vom Publikum.

© Text und Fotos – Cornelius Kalk

Uwe Johst begleitet den Musiker schon seit etlichen Jahren und spielt immer noch mehrere Instrumente.

Ladi Geisler konzentriert sich hier auf das Banjo-Spiel während die flinken Finger im Hintergrund von Joe Sydow am Kontrabaß die begleitenden Töne liefern.

Wagemutiges im alten Gemäuer

Jazz klingt nicht gleich und es gibt ein breites Spektrum, das sich unter dem Stichwort Jazz zusammenfassen lässt. Das Experiment und die Improvisation stehen dabei oft im Vordergrund wie bei der Aufführung vom U-Boot-Orchester in der Auferstehungskirche Barmbek. Die Melodien werden bei ihren Auftritten der ungewöhnlichen Kombination immer wieder neu erfunden und sie entstehen im Moment aus der Aufschichtung von Klangteppichen. „Diese Klänge ähneln dem breiten Spektrum der Orgel und passen gut zu Barmbek,“ schwärmt Rainer Hanno als Pastor der Kirchengemeinde. „Die Interessengemeinschaft rund um die Fuhle sorgt damit immer wieder für Abwechslung, aus der auch ich meine Inspiration schöpfe.“ Das Orchester geht sehr kreativ in der Nutzung von Instrumenten um. Sie verwenden neben einem fast ordinären Schlagzeug schon mal einen Wasserschlauch, aus dem ebenso Klänge entlockt werden wie

Neben den Klängen sorgt der Maler Pavel Ehrlich für eine zusätzliche optische Untermalung der Veranstaltung. Mit ein wenig Farbe, etwas Wasser und ungezählten Blättern Papier erzählt mit oft erstaunlich wenigen Pinselstrichen ganze Geschichten auf dem Format DIN A4. In einem Abstand von keinen 5 Minuten entstehen so kleine Kunstwerke, die einem die Malerei spielerisch erscheint. Jeder kann zuschauen, denn eine Videokamera überträgt diesen Prozeß auf eine große Leinwand über dem Orchester, die aus Dingen Töne entlocken, die für was ganz anderes bestimmt waren.

© Text und Fotos – Cornelius Kalk

Mitte August wurde die Auferstehungskirche Schauspiel besonderer Natur. Eine der verrücktesten Formationen Hamburgs das ‚U-Boot-Orchester‘ erfand Klangteppiche und Melodien, die visuell von Live-Malerei unterstützt wurde.

Rund 30 Personen waren neugierig und offen genug, sich auf das Experiment einzulassen.

Zu den Quellen der Instrumente gehören eine Wasser-Trompete, Schläuche und Schnorchel – muß man erlebt haben!

Über den Köpfen vom Orchester bemalte der Hamburger Künstler ‚Pavel Ehrlich‘ alle drei bis vier Minuten ein neues leeres Blatt Papier und füllte es mit Farbfiguren und Strichen, die als ganzes eine kleine manchmal surreale Geschichten darstellen.

Saftige Steaks und souliger Jazz

Das Block House ist bekannt für seine unverwechselbaren Steakvariationen gepaart mit knackigen Salaten. Eine musikalische Untermalung gibt es selten, insofern betrat das Restaurant Anfang August Neuland und lud zum lauschigen Jazz Abend im Rahmen vom Jazz Sommer Barmbek ein. ‚Herr Huber’ nennt sich die Bar-Jazz-Formation rund um den Hamburger Anwalt André Malitzki am Gesang und an der Trompete. Begleitet wird er dabei von Géza Huber am Bass und Markus Steckhan an der Gitarre, die zu dritt Klassiker wie Sway oder Mr. Bojangles unaufdringlich aber sehr unterhaltsam zum besten geben.

„Die Musikreihe ‚Jazz Sommer Barmbek’ ist ein spannendes Experiment, dem wir als Gastronomen sehr offen gegenüber stehen. Unsere Gäste genießen ihre kulinarischen Speisen mit der akustischen Untermalung an diesem milden Sommerabend,“ begeistert sich der Restaurantleiter Kevin Schulze für die Organisation vom Auftritt des Jazz-Trios. „Wir freuen uns auf weitere Events, die von der IG Fuhle initiiert werden.“

© Text und Fotos – Cornelius Kalk

Die Hamburger Jazz-Formation ‚Herr Huber‘ begab sich Anfang August in die Fuhlsbüttler Straße und sorgte für musikalische Unterhaltung der Besucher vom Block House.

Zu den Akteuren gehört André Malitzki am Gesang und stets griffbereit die Trompete,

Gezá Huber an der Bassgitarre und…

…dem Gitarristen Markus Steckhan.

Statt dem lästigen Durchgangsverkehr der Fuhlsbüttler Straße bekamen die Gäste vom Block House an diesem Abend unaufdringlichen Bar-Jazz geboten.