Archiv der Kategorie: Photojournalism

Laufen für einen guten Zweck

Der Ort Magaluf ist eher bekannt als Partyhochburg der Briten auf der auch unter Deutschen so beliebten Insel Mallorca. Die Stunde schlägt an diesem Samstag frühmorgens 07.30 Uhr, die Sonne kommt langsam hinter den Hotelanlagen hervor, es ist friedlich an diesem herrlichen Tag. Viele scheinen noch den Rausch von Freitag Abend auszuschlafen, doch es gibt eine kleine Gruppe von Rotariern, die aus allen Himmelsrichtungen ankommen und sich für einen wohltätigen Zweck versammeln. Jeder, der zu dieser Zeit bereits benötigt wird, ist präsent und alles Notwendige ist an Ort und Stelle. Der Charity Walk 2015 organisiert vom Rotary Club of  Calvià International kann wie in jedem Jahr beginnen.

Fotografien vom Charity Walk organisiert vom Rotary Club Calciˆ in Magaluf auf Mallorca [CREDIT: www.bewegende-bilder.de - Cornelius Kalk - Beimoorstrasse 11 - 22081 Hamburg - phone +49.40.35706477 - mobile +49.177.7321777 - kalk@bewegende-bilder.de - Bank: Foerde Sparkasse BLZ 21050170 Konto 7140007 IBAN: DE88 2105 0170 0007 1400 07 BIC: NOLADE21KIE Steuernummer 46/112/02054 - Bei der Verwendung ausserhalb journalistischer Berichterstattung (z.B. Werbung etc.) bitte vorher mit dem Autor Kontakt aufnehmen.]

An einem Samstag morgen in Magaluf auf der Baleaereninsel Mallorca finden sich die ersten Helfer für den Aufbau und die Durchführung vom Charity Walk 2015, organisiert vom Rotary Club of Calvià International.

Auf einer freien Parkplatzfläche in der Nähe vom neuen Aldi, der zugleich als Sponsor fungiert, entsteht auf eine wundersame Art und Weise ein Start- und Zielpunkt für 410 registrierte Läufer jeder Altersklasse, die sich beteiligen. Dazu gehören Schatten spendende Pavillons, eine Bogen, wo später die Läufer starten, eine kleine Bühne, ein Glücksrad und eine kleine Anlage für eine bessere Akustik. Jeder der freiwilligen Helfer vom Rotary Club of Calvià International ist gut gelaunt und hoch motiviert dabei. Eifrig werden Schilder aufgehängt, die Gewinne für das Glücksrad dekorativ aufgestellt und Bänder als Markierung vorbereitet, während die Polizei störende Autos ein paar hundert Meter weiter abschleppt.

Fotografien vom Charity Walk organisiert vom Rotary Club Calciˆ in Magaluf auf Mallorca [CREDIT: www.bewegende-bilder.de - Cornelius Kalk - Beimoorstrasse 11 - 22081 Hamburg - phone +49.40.35706477 - mobile +49.177.7321777 - kalk@bewegende-bilder.de - Bank: Foerde Sparkasse BLZ 21050170 Konto 7140007 IBAN: DE88 2105 0170 0007 1400 07 BIC: NOLADE21KIE Steuernummer 46/112/02054 - Bei der Verwendung ausserhalb journalistischer Berichterstattung (z.B. Werbung etc.) bitte vorher mit dem Autor Kontakt aufnehmen.]

Die freiwilligen Helfer sind früh auf den Beinen und bauen hoch motiviert den Start- und Zielbereich der jährlichen Wohltätigkeitsveranstaltung auf.

Dieser Wohltätigkeitslauf findet jedes Jahr statt und die Routine macht sich bemerkbar. Jeder weiß, was zu tun ist und der Ablauf erinnert an ein Schweizer Uhrwerk. Allmählich trudeln die ersten Läufer ein und erhalten ihr Startband. Es sammeln sich einige von Ihnen auch zu ganzen Gruppen für einen gemeinsamen Start, nach dem Motto, zusammen läuft es sich motivierter. Der Parkplatz füllt sich mit Leben und die Sonne scheint inzwischen unaufhörlich über der Stadt. Selbst der Bürgermeister des Ortes Alfonso Rodríguez kommt weit vor dem offiziellen Termin, wenn sein Ort mit dieser friedlichen und sportlichen Aktion Schlagzeilen macht.

Fotografien vom Charity Walk organisiert vom Rotary Club Calciˆ in Magaluf auf Mallorca [CREDIT: www.bewegende-bilder.de - Cornelius Kalk - Beimoorstrasse 11 - 22081 Hamburg - phone +49.40.35706477 - mobile +49.177.7321777 - kalk@bewegende-bilder.de - Bank: Foerde Sparkasse BLZ 21050170 Konto 7140007 IBAN: DE88 2105 0170 0007 1400 07 BIC: NOLADE21KIE Steuernummer 46/112/02054 - Bei der Verwendung ausserhalb journalistischer Berichterstattung (z.B. Werbung etc.) bitte vorher mit dem Autor Kontakt aufnehmen.]

Die Veranstalter von Rotary zählen 410 registrierte Läufer für die zwei Rennstrecken von wahlweise 10 oder 2 Kilometern entlang der Strandpromenade.

Während die Spätzünder sich nun endlich bei der Anmeldung einfinden, erklärt der Koordinator Geoff Moore, von wo es losgeht und wo die Strecke entlang geht. Die künftige Präsidentin Kate Mentink übersetzt gleich auf Spanisch, danach folgt der Auftritt des Bürgermeisters, der anschließend zusammen mit dem amtierenden Präsidenten vom Rotary Club of Calvià International John Legate das Startband durchschneidet. Los geht’s auf einer Kurzstrecke von 2 km oder auf einer Mittelstrecke von 10 km entlang der Uferpromenade. Ob jung oder alt, es sind ambitionierte Gesichter zu erkennen.

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Zahlreichen Sponsoren tragen zum diesjährigen Erfolg bei, der viele Sportler an diesen Ort lockt.

Doch die Pause bleibt nicht ungenutzt, denn nun geht es auf Spendenfang im anliegenden Katmandu Park Resort ebenfalls eine der Sponsoren. Der Bürgermeister nutzt die Zeit für ein paar Gruppenaufnahmen, dann verschwindet er. Doch nach einer knappen halben Stunde erreichen die ersten Läufer begeistert das Ziel. Wasser wird ausgeschenkt und ein Stand verteilt leckere Hot Dogs für den kleinen Hunger zwischendurch. Das Glücksrad dreht sich weiter und weiter und die Einnahmen für einen guten Zweck steigen und steigen. Die Veranstalter zeigen sich glücklich und zufrieden.

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Sogar der Bürgermeister des Ortes Alfonso Rodríguez hält eine kurze aber emotionale Ansprache und freut sich über den Zustrom an diesem Samstagmorgen.

Und nach dem letzten Eintreffen findet eine große Verlosung statt, bei dem es sogar einen Flug mit dem Helikopter zu gewinnen gibt. Daher bleiben die meisten Teilnehmer noch ein Weilchen und freuen sich über die Spendenbereitschaft. Das Geld, das eingenommen wurde, wird übrigens an die Organisationen Ses Minyones, Joves Navigants, RANA, Proyecto Home, Alan Graham Halfway House Projekt und Preyecto Esplai en Accion verteilt. Bleibt zu hoffen, daß im kommenden Jahr ein ebenso erfolgreiches Ereignis stattfinden wird oder sich gar mehr Läufer und Spender dort an einem sommerlichen Tag in Magaluf wieder einfinden. Die Mitglieder und Helfer vom Rotary Club of Calvià International werden sich freuen und Informationen gibt es auf deren Homepage unter http://rotary-calvia.weebly.com/

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Das gesammelte Geld wird an verschiedenen karikative Einrichtungen auf der Mittlemeerinsel gespendet. Die Vertreter dieser Einrichtungen freuen sich sehr über den Erfolg.

© Text und Fotos – Cornelius Kalk

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“Warum sind denn die ganzen Leute alle in weiß gekleidet?”

Es war ein schöner Tag der vorvorletzte Tag im August, die Sonne brannte so, als hätte sie’s gewußt. Die Luft war flirrend heiß und um dabei zu sein, sagte ich den andern, sie habe heute alle Zeit. So fingen die verschiedenen White Dinner im Jahr 2015 an.

Fotografien von dem White Dinner in der Innenstadt und am Winterhuder Kai [CREDIT: www.bewegende-bilder.de - Cornelius Kalk - Beimoorstrasse 11 - 22081 Hamburg - phone +49.40.35706477 - mobile +49.177.7321777 - kalk@bewegende-bilder.de - Bank: Foerde Sparkasse BLZ 21050170 Konto 7140007 IBAN: DE88 2105 0170 0007 1400 07 BIC: NOLADE21KIE Steuernummer 46/112/02054 - Bei der Verwendung ausserhalb journalistischer Berichterstattung (z.B. Werbung etc.) bitte vorher mit dem Autor Kontakt aufnehmen.]

Sonnenschein pur beim für manchen besten Event in Hamburg nicht kommerzieller Art – dem Weißen Dinner 2015

Etliche Freunde der weißen und nicht kommerziellen Veranstaltungen riefen auch dieses Jahr zum Abendessen in Weiß auf und viele stilvoll in Weiß gekleidete Hamburger machten sich auf den Weg mit Tischen, Stühlen, Dekoration und auch jede Menge zum Essen und Trinken und genossen den herrlichen Spätsommerabend in den unterschiedlichen Stadtteilen. Der Wettergott spielte diesmal, wie angekündigt, mit, aber wie würden die Hamburger auf das breite Angebot in Hamburg reagieren und welchen Ort würden sie bevorzugen? An diesem Abend jedenfalls paßte alles sehr gut zusammen.

Fotografien von dem White Dinner in der Innenstadt und am Winterhuder Kai [CREDIT: www.bewegende-bilder.de - Cornelius Kalk - Beimoorstrasse 11 - 22081 Hamburg - phone +49.40.35706477 - mobile +49.177.7321777 - kalk@bewegende-bilder.de - Bank: Foerde Sparkasse BLZ 21050170 Konto 7140007 IBAN: DE88 2105 0170 0007 1400 07 BIC: NOLADE21KIE Steuernummer 46/112/02054 - Bei der Verwendung ausserhalb journalistischer Berichterstattung (z.B. Werbung etc.) bitte vorher mit dem Autor Kontakt aufnehmen.]

Vor dem Renaissance Hotel war die Fläche in der Hamburger Innenstadt vorgesehen.

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Die Organisation vom Heuberg schmückten redlich ihre Tische. Es erschienen bei bestem Wetter allerdings nur wenige bis zum frühen Abend.

Basierend auf der Idee aus Paris als ‘Diner en blanc’ fand die Zusammenkunft von weiß gekleideten Teilnehmern erstmal im Jahr 2010 in Hamburg statt. Seitdem zeichnete sich das Sommerevent unter dem Namen Weißes Dinner Hamburg durch eine wachsende Besucherzahl aus mit dem Höhepunkt und 6.500 Besuchern vor 2 Jahren an der Ericusspitze und Umgebung. Es gibt einen einfachen Dresscode, der von Kopf bis Fuß in weiß vorgibt. Viele bevorzugen eine richtig weiß gedeckte und stimmig geschmückte Tafel und trinken dazu natürlich entweder einen kühlen Weißwein oder ein Weißbier.

Fotografien von dem White Dinner in der Innenstadt und am Winterhuder Kai [CREDIT: www.bewegende-bilder.de - Cornelius Kalk - Beimoorstrasse 11 - 22081 Hamburg - phone +49.40.35706477 - mobile +49.177.7321777 - kalk@bewegende-bilder.de - Bank: Foerde Sparkasse BLZ 21050170 Konto 7140007 IBAN: DE88 2105 0170 0007 1400 07 BIC: NOLADE21KIE Steuernummer 46/112/02054 - Bei der Verwendung ausserhalb journalistischer Berichterstattung (z.B. Werbung etc.) bitte vorher mit dem Autor Kontakt aufnehmen.]

Den Alsterlauf hingegen schmückten nicht nur die Alsterschwäne und -käne, sondern auch ein Meer an Weiß.

Eine dieser öffentlichen Plätze befand sich nun im Jahr 2015 mitten am Heuberg am Renaissance Hotel. Ein paar Anrainer luden ein und schmückten fleißig die strahlenden Tafeln. Doch der Zuspruch fiel dort jedenfalls eher verhalten aus. Etwa 200 bis 300 Gäste kamen und speisten bis kurz vor sieben.

Fotografien von dem White Dinner in der Innenstadt und am Winterhuder Kai [CREDIT: www.bewegende-bilder.de - Cornelius Kalk - Beimoorstrasse 11 - 22081 Hamburg - phone +49.40.35706477 - mobile +49.177.7321777 - kalk@bewegende-bilder.de - Bank: Foerde Sparkasse BLZ 21050170 Konto 7140007 IBAN: DE88 2105 0170 0007 1400 07 BIC: NOLADE21KIE Steuernummer 46/112/02054 - Bei der Verwendung ausserhalb journalistischer Berichterstattung (z.B. Werbung etc.) bitte vorher mit dem Autor Kontakt aufnehmen.]

Kaum schönen ließ sich in Hamburg die untergehende Sommersonne genießen. Diesem Schauspiel folgend waren fast alle der Gäste stilvoll in weiß gekleidet.

Eine der Alternativen sah den Winterhuder Kai entlang vom Alsterlauf direkt am Winterhuder Fährhaus vor. Wer die Ecke kennt, wird ihn einigen anderen Orten definitiv vorziehen. Zwischen den ersten Häusern und dem Wasser liegt eine gute Zufahrt, welche den Transport erheblich erleichtert haben dürfte. Ursprünglich sollte nur auf dem Weg gedeckt und aufgetischt werden, aber immer mehr Gäste kamen und drängelten sich bis ans Ufer. Die Stimmung war äußerst friedlich, alle zeigten gute Laune. Es wurde miteinander geklönt und sowohl Essen als auch Getränke wurden untereinander schon mal ausgetauscht.

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Jedes vorbei schwimmende Schiff wurde mit weißen Tüchern freudig begrüßt

Wer keine Tische schleppen wollte, deckte sich auf weißen Tüchern und Decken aus. Und dann erst dieser unbeschreibliche Blick auf die untergehende Sonne und etwas später der Mond, der hinter dem Fährhaus zum Vorschein kam. Wer an den gefühlten 1.000 Menschen vorbeikam, war von der Ausstrahlung sofort gefangen und fasziniert entstanden zahlreiche Fotos und Videos mit allen Smartphones, die gezückt werden konnten. Selbst auf dem Weg nach Hause waren die Teilnehmer am öffentlichen Nahverkehr irritiert und fragten sich, warum denn hier so viele weiße Kleidung an hatten.

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Nicht immer blieb der weiße Dresscode auf die Kleidung beschränkt. Sogar passender Haarschmuck erfreute die Teilnehmer

Den Veranstaltern vom Winterhuder Bürgerverein ist also nicht genug zu danken. Es war eine fantastische Veranstaltung und alle hoffen auf ähnlich gute Bedingungen im kommenden Jahr.

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Die schwindende Helligkeit wurde überall mit echten oder elektrischen Kerzen ausgeglichen. Romantischer geht es in Hamburg kaum.

© Text und Fotos – Cornelius Kalk

Wie groß ist das Fürstentum Liechtenstein?

Es war ein erster Hauch von Frühling, der mich nach einem sehr schneereichen aber typischen alpinen Winter erwartete. Mein Aufbruch zurück in den Norden lag nahe, wenn man Zeit in Raum verwandeln könnte, ähnlich nah dran wie das Fürstentum Liechtenstein, das mit 5 Autominuten quasi vor meiner Nase lag. Untergebracht in Feldkirch im Vorarlberg in Österreich konnte das Fürstentum sogar mit einer Busverbindung angesteuert werden und Vaduz ist immerhin eine Hauptstadt Europas und irgendwann wollte ich alle gerne einmal besucht haben.

Fotografien von dem FŸrstentum Liechtenstein und Vaduz

Hauptattraktion im Fürstentum Liechtenstein ist das Schloß, das 120 m über der Hauptstadt Vaduz liegt. Im Hintergrund befinden sich die Schweizer Alpen.

 

Gewöhnlich benötigt jeder durchschnittliche Tourist für eine europäische Hauptstadtreise ein Minimum von 2 bis 3 Tagen. Für die vielfältigen Sehenswürdigkeiten in den Großstädten wie Paris, London oder Berlin kann auch eine ganze Woche draufgehen. Hier handelt es sich um Vaduz und um Liechtenstein, ich hatte keinen Reiseführer zur Verfügung, noch wußte ich, um welche Sehenswürdigkeiten es sich in diesem Land handelt.

Fotografien von dem FŸrstentum Liechtenstein und Vaduz

Blick aus der Innenstadt von Vaduz mit zwei Statuen auf das Schloß Vaduz, das 120 m über dem Zentrum trohnt.

Immerhin benötigte ich von der Ausreise außerhalb der Europäischen Union bis hin zur Hauptstadt gute 15 bis 20 Minuten, die Durchfahrt höchtens weitere 5 Minuten, richtig groß kam mir das nicht vor – flächenmäßig jedenfalls nicht, aber ein paar Höhenunterschiede gibt es schon, was das Land schon vergrößern kann.

Fotografien von dem FŸrstentum Liechtenstein und Vaduz

Blick auf Vaduz, der Hauptstadt vom Fürstentum Liechtenstein und eines der kleineren Europäischen Hautpstädte.

Wenn ich in Hamburg von Richtung Norden in Richtung Süden unterwegs bin oder von Ost nach West verbringe ich locker mehr als eine Stunde im Auto, selbst mit den öffentlichen Verkehrsmitteln kann diese Stadt recht groß werden, erst recht im Stau. Apropos Stau, davon kann weder in Liechtenstein noch in Vaduz die Rede sein. Bleibt die Frage, welche Sehenswürdigkeiten es in diesem Land gibt. Also mache ich mich auf den Weg in die Innenstadt in der Erwartung eines kleinen Stadtbummels. Ich parke meinen Wagen auf einem öffentlichen Platz, der mich offenbar kein Geld kostet nur eine Parkscheibe. In der einen Richtung erstreckt sich die Innenstadt, in die andere geht es hinauf in die Berge. Von oben blickt das Fürstentum auf die Stadt in Form einer Burg hinab. Diese Burg scheint nach den Postkarten in der Innenstadt zu urteilen gleichzeitig die Hauptattraktion in dieser Stadt oder gar in diesem Land zu sein. Andere Motive sind kaum ersichtlich und die paar Meter in alle vier Himmelsrichtungen lassen sich schnell leider ohne weitere wirklich fotogene Attraktionen bewältigen. Immerhin gibt es noch ein Kunstmuseum und die zwei Tiere vor dem einen wohl historischen Gebäude lassen sich auch sehen. Wirklich attraktiv erscheint mir noch rein äußerlich die Universität, doch ich kann das nur oberflächlich beurteilen.

Fotografien von dem FŸrstentum Liechtenstein und Vaduz

Auffällig auf dem Weg von und nach Österreich ist die Universität in Liechtenstein, die so groß ist wie in mancher Deutschen Stadt eine einzelne Fakultät.

 

Und da ich daran nicht sonderlich interessiert bin, schaue ich mir jedes Geschäft in der Stadt einzeln an und beschließe dennoch nach nicht einmal zwei Stunden meine Weg hinauf zur Burg oder dem Schloß Vaduz zu wagen. Das Schloß dient als Sitz vom Fürstenhaus Liechtenstein und liegt auf einem Felsvorsprung oberhalb der Stadt Vaduz. Es ist das Wahrzeichen der Stadt Vaduz und auch des Landes Liechtenstein. Die genaue Entstehung ist umstritten, es wird im 14. Jahrhundert in dem damaligen Zustand das erste Mal urkundlich erwähnt. Von unten aus der Innenstadt ist das Schloß in 120 m Höhe sehr gut sichtbar, oben gehen in die eine und andere Richtung traumhafte Wanderwege, die an diesem frühlingshaften Märznachmittag gerne angenommen werden.

Fotografien von dem FŸrstentum Liechtenstein und Vaduz

Das mittelalterliche Schloß wurde im Laufe der Jahrhunderte sukzessiv erweitert und dient seit mehr als 200 Jahren als Wohn- und Dienstsitz der Fürstenfamilie. Besuchbar ist es nicht für private Leute, dafür führen Wanderwege unmittelbar an dem Schloß vorbei.

 

Hinein komme ich leider nicht ins Schloß, das ist für unter anderem Staatsgäste vorbehalten, dennoch genieße ich die herrliche Aussicht auf das Fürstentum im Panorama und den Sonnenschein.

© Text und Fotos – Cornelius Kalk

 

2012 im Rückblick

Mein eigener Blog im Rückblick auf das Jahr 2012. Auf viele neue bewegende Bilder und die Geschichten dazu im Jahre 2013. Ich freue mich auf regen Austausch mit meinen Lesern, interessante Menschen und vor allen Dingen tolle neue Perspektiven.

Die WordPress.com-Statistik-Elfen fertigten einen Jahresbericht dieses Blogs für das Jahr 2012 an.

Hier ist ein Auszug:

600 Personen haben 2012 den Gipfel des Mount Everest erreicht. Dieser Blog hat 2012 über 4.400 Aufrufe bekommen. Hätte jede Person, die den Gipfel des Mount Everest erreicht hat, diesen Blog aufgerufen, würde es 7 Jahre dauern, um so viele Aufrufe zu erhalten.

Klicke hier um den vollständigen Bericht zu sehen.

„Wir fragen!“

„Welche Themen interessieren Sie denn heute Abend?“ Temperamentvoll und überzeugt von der Sache, steht diese Frau am Rednerpult und macht es gleich zu Anfang eines Vortrages wie in ihrem Magazin – Sie fragt. Gabriele Fischer, Initiatorin und Gründungsmitglied des Wirtschaftsmagazins ‚brand eins‘ ist am 12. April 2012 zu Besuch beim Business Club Hamburg in der Plangschen Villa an der Elbchaussee.

Gabriele Fischer ist die Chefredakteurin des Wirtschaftsmagazins brand eins. Sie studierte Politikwissenenschaften, Soziologie und Germanistik. Ihre journalistische Karriere begann sie beim Weser-Kurier, wurde dann Redakteurin und stellvertretende Chefredakteurin vom Manager-Magazin. 1998 wurde sie Chefredakteurin von Econy, aus dem später dann brand eins wurde. Sie fungiert auch als Verlegerin des Magazins. (Quelle: Wikipedia)

„Es langweilt mich, die Geschichten immer und immer wieder zu erzählen. Deshalb stelle ich am Anfang heute die Frage nach Ihren Themengebieten, die Sie interessieren.“ Damit dreht die Frau genau wie in ihrem Magazin die Perspektive um. „Was treibt Sie an bei Ihrer Arbeit?“ oder „Sind Sie glücklich?“ sind die typischen Themen, über die die geladenen Gäste gerne Auskunft bekommen.

„Wir fragen!“ Ein Satz, der sich recht banal anhört, wenn man sich aber überlegt, was dahinter steckt, bedeutet das tatsächlich eine Marktnische für das Blatt. Denn die meisten Wirtschaftsjournalisten beschreiben oft eine Situation – zumindest in ihren Artikeln. Nehmen Sie das Beispiel der Diskussion um die Erhöhung der Hartz IV Sätze um 5.- €, eine Debatte, die sich zynisch für manchen Betroffenen anhören muss. Brand eins fragte nach – bei dem Mann, der die Hartz IV Sätze ausrechnet.

„Viele Wirtschaftsthemen sind total verwässert, weil nichts nachgefragt wird. Wir fragen!“ So simpel die Philosophie ist, die hinter brand eins steckt, das Blatt gibt es erst seit 12 Jahren. Am Anfang stand manch einsamer Kampf gegen das Establishment der Wirtschaftsmagazine.

„An der einen Ecke macht ein Laden dicht, weil er pleite ist. Einen Monat später macht ein neues Geschäft auf und es funktioniert. Warum?“ Dieses Beispiel wird in einer größeren Dimension im aktuellen Heft beleuchtet. Darin werden die beiden Konzepte der erfolgreichen Drogeriekette dm mit dem von Schlecker verglichen. Zwei Wettbewerber mit einer ähnlichen Größe und Aufstellung und doch müssen jetzt Tausende Filialen von Schlecker schließen.

Wirtschaftswissenschaften beinhaltet sehr viele abstrakte Modelle, damit die Wirtschaft klar und deutlich abgebildet kann wie eine Karte eine Landschaft auch nicht im Maßstab eins zu eins darstellt. Dazu werden eine ganze Reihe von Annahmen getroffen, die auf die späteren Analysen von Ursache- und Wirkungsbeziehungen eine entscheidende Rolle spielen. Die Philosophie von brand eins stellt diese Annahmen in Frage und klärt über Alternativen auf. „Das bereitet soviel Spaß, dass wir das alle noch eine Weile weitermachen möchten.“ Die Begeisterung von der Frontfrau wirkt echt – authentisch. Die Leser und Abonnenten des Magazins dürfen sich damit noch auf eine Reihe von guten Fragen freuen.

© Text und Fotos – Cornelius Kalk

Für die Sache

Bei Helmuth Sturmhoebel steht man sofort im Esszimmer, wenn er die Tür öffnet. „Es ist der Verkaufsraum eines alten Milchladens“, erklärt er. Das Haus im ehemaligen Sande hat Geschichte. Helmuth Sturmhoebel macht Geschichte. Das klingt abgehoben, stimmt aber. Das liegt wahrscheinlich daran, dass er lieber anpackt, als dass er debattiert. Damit, dass er nicht „nein“ sagen kann, hat es sicher auch zu tun.

Helmuth Sturmhoebel – Oberstudienrat – Deutscher in 3. Generation, aber seine Familie kam selbst aus dem Memelland nach Bergedorf. Auch dabei findet eine Art Integration und Vermischung der Kulturen statt, wobei mindestens eine einheitliche Sprache bei allen als Basis der Kommunikation vorhanden ist.

Helmuth Sturmhoebel ist Sonderschullehrer an der Lohbrügger Grundschule Max-Eichholz-Ring, einer der beiden ersten Schulen in Hamburg, die eine Integrationsklasse hatten.

Mit seiner Frau Elke, die Reisejournalistin ist, reist er durch die Welt. „Der Horizont weitet sich“, sagt Sturmhoebel über seine Reisen. Ein Beispiel: „Mali ist laut Weltbank  eines der ärmsten Länder. Slums und hungernde Menschen gibt es dort trotzdem nicht.“ Seinen Horizont erweitert hat Sturmhoebel schon als Schüler. Bevor er ein Jahr als Austauschschüler in den USA war, engagierte er sich in der evangelischen Gemeinde als Jugendleiter. Nahe der mexikanischen Grenze in Imperial Beach hat er unterschiedliche christliche Gruppen kennengelernt und deren Kirchen fotografiert. Wieder in Deutschland entschied er sich gegen die Religion. Im Studium übernahm er dann 1978 zum ersten Mal einen Jugendweihekurs in Bergedorf. „Es geht darum, Verantwortungsethik zu vermitteln“, erläutert er. Da in Helmuth Sturmhoebel auch ein Forschergeist schlummert, beteiligte er sich an einem Buch über die Historie der Jugendweihe. Im Augenblick erforscht er seine Familiengeschichte und die Verbindung eines seiner Verwandten zu Edvard Munch.

1973 trat Sturmhoebel den Jusos bei und nach dem Nato-Doppelbeschluss wieder aus. Heute sitzt Sturmhoebel als Parteiloser für die Linke im Stadtteilbeirat Lohbrügge. Er kandidierte weit hinten auf der Liste der Linken. Das neue Wahlrecht brachte ihn weit nach vorn auf der Liste, aber nicht in die Bezirksversammlung. In der Bezirksfraktion der GAL war Sturmhoebel auch als parteiloses Mitglied mehrmals vertreten. Der Kossovoeinsatz der Bundeswehr, beschlossen von SPD und Grünen auf Bundesebene, verursachten die Abspaltung der Regenbogenfraktion, zu der Sturmhoebel für seine verbliebene Amtszeit zählte. Bei den Friedensdemos in Bonn, war er dabei und kurze Zeit DKP-Mitglied. „Parteidiskussionen sind nichts für mich“, sagt er und: „Ich engagiere mich lieber für die Sache und suche mir Bündnispartner.“

Zum Beispiel im Vorstand und als Mitarbeiter für den 1988 gegründeten ZornRot e.V., der Frauen, Männern und Kindern Beratung bei sexualisierter Gewalt anbietet. Beim Deutschen Freidenker Verband war er Vorsitzender im Landesverband Hamburg/Schleswig-Holstein und im Bundesvorstand, seit 34 Jahren engagiert er sich bei der AWO. Er ist Kassenwart und betreut die Mitgliederverwaltung im Kreis Bergedorf. „Ich konnte wieder nicht nein sagen, als mein Vorgänger krank wurde“, erläutert er.

Die Geschichte der Integration seiner eigenen Familie ist bei Helmuth Sturmhoebel immer präsent, denn sie ist ihm wichtig. Genauso wie er lieber ein ordentliches Buch liest, statt sich vorm Fernsehen zu setzen.

Der große, aufrechte Mann mit dem grauen Haar ist immer konkret. Sprüche wie „Integration ist keine Einbahnstraße“, gehören nicht in sein Repertoire. „Integration beginnt, wenn der Mensch da ist“, sagt er. Das heißt für ihn: „Sprachkurse für Eltern sind wichtig. Wenn die Menschen hier ankommen wollen, dann lernen sie die Sprache.“

Fragt man nach seiner Einschätzung zur Entwicklung des Stadtteils, bringt er diese sofort in den Zusammenhang mit den neuesten Sparvorhaben des Senats. „Wir brauchen mehr Geld für die Jugendarbeit, nicht weniger“, sagt er und: „Jugendliche bewegen sich in einem Umkreis von 500 Metern um ihr Elternhaus, deswegen muss die Jugendarbeit vor Ort stattfinden.“ Für Senioren gelte Ähnliches.

Um 1890 ist seine Familie aus dem Memelland nach Hamburg gekommen. Er ist in Bergedorf aufgewachsen und geblieben. Zur selben Zeit wurde das Haus in Lohbrügge, indem er lebt und in dem sein Sohn Hanno aufgewachsen ist, erbaut.

Helmuth Sturmhoebel hat direkt nach dem Abitur seine Frau geheiratet. Glücklich verheiratet sind sie nach fast 37 Jahren immer noch. „Wir gehen jeden Mittwoch in die LOLA tanzen“, erzählt er. Es versteht sich von selbst, dass Sturmhoebel an der Gründung des LOLA Kulturzentrum e.V. nicht ganz unbeteiligt war.

„Die Stunde vor elf ist mir heilig“, sagt Sturmhoebel. Zur Ruhe kommen vorm Schlafen sei wichtig. Zur Ruhe kommen er und seine Frau im Wohnzimmer beim Lesen.

Text
Sigrun Friederike Priemer
Bansenstraße 2
21075 Hamburg
Telefon 040-98769119
Email sigrun.priemer@web.de

Foto
Cornelius Kalk
Beimoorstraße 11
22081 Hamburg
Telefon 040-3570 6477
Email kalk@bewegende-bilder.de
Web http://www.bewegende-bilder.de

Schreiben und Knipsen

Der Fotograf Cornelius Kalk und die Journalistin Sigrun Friederike Priemer portraitieren Lohbrügges kulturelle Vielfalt. Bis zu zwölf Menschen mit unterschiedlicher Herkunft werden sie treffen und erfahren, wie sie hier leben.

Sigrun Priemer – Journalistin und Autorin

Sigrun Friederike Priemer (sfp): Herr Kalk, wie sind Sie eigentlich auf die Idee gekommen, zwölf Menschen mit Migrationshintergrund aus Lohbrügge zu portraitieren?

Cornelius Kalk (ck): Ich möchte wissen, was die Menschen bewegt und wie sie ihre Kultur hier leben. Der Austausch zwischen Menschen interessiert mich. Es werden aber nur elf Menschen mit Migrationshintergrund, weil Sie vorgeschlagen haben einen alt eingesessenen Lohbrügger zu interviewen. Warum wollten Sie das?

Sfp: Kultureller Austausch funktioniert nur, wenn alle beim Austauschen mitmachen dürfen. Zur Kulturellen Vielfalt zählt auch die einheimische Kultur, das wird bei der Integrationsdebatte oft vergessen. Miteinander heißt miteinander und nicht die Anderen unter sich.

Worauf achten Sie besonders beim Fotografieren?

Cornelius Kalk – Fotograf und Bildjournalist

Ck: Ich möchte die Menschen zeigen, wie sie leben. Wo sie sich engagieren. Jetzt wird es technisch: Ich achte auf die unterschiedlichen Ebenen. Durch das Weitwinkelobjektiv, das ich gerne beim Fotografieren verwende, verschmelze ich drei Ebenen zu einem Foto. Was ist Ihnen bei den Texten wichtig?

Sfp: Achtung und Respekt. Es geht nicht um die zur Schau Stellung der Personen. Es geht um ihr Leben, ihr Engagement und darum, was die Menschen mit ihrem Wohnort verbindet. Was sie mitgebracht haben und was sie an ihrem Leben in Bergedorf schätzen. Zurück zu den Ebenen: Welche sind das?

Ck: Es geht bei dem Ebenen um die Person, wofür sie steht, wie das Umfeld, die Familie, das Engagement – das möchte ich in einem Bild einfangen. Das Weitwinkel nutze ich, um den Bezug herzustellen.

Es ist übrigens gar nicht so einfach, Teilnehmer zu finden.

Sfp: Das stimmt. Aber spannend ist es. Auf diese Weise haben wir beispielsweise die Moschee in Bergedorf kennengelernt. Ich habe bei einem Schneider gefrühstückt. Man telefoniert mit vielen Menschen und trifft dann die Teilnehmer. Nicht jeder möchte mit Foto in der Zeitung erscheinen.

Aber alle sind hilfsbereit.

Ck: Es ist sehr inspirierend, mich mit den unterschiedlichen Menschen und ihrer Kultur zu beschäftigen. Ich bin neugierig, wen wir noch kennenlernen. Es ist erstaunlich, wie offen die Menschen zu uns sind und wie unterschiedlich ihre Geschichten sind.

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„Integration beginnt im Kopf“

Kreativität ist Olga Diewolds Thema. Sie hat darüber in Moskau promoviert. „In Russland war das Thema ungewöhnlich“ erzählt die promovierte Pädagogin. In Russland musste Olga Diewold ihre deutschen Wurzeln verstecken. In der Öffentlichkeit sprach sie kein Deutsch, ihr Mädchenname Olga Christ war auffällig. In Deutschland musste sie die deutsche Sprache neu erlernen, weil das Deutsch der Russlanddeutschen sich vom modernen Hochdeutsch unterscheidet.

Dr. Olga Diewold aus Rußland als Ruhepool im Haifischbecken der Kommunikation zwischen Eltern und Schülern.

Frau Diewold hat sich nach der Wende entschieden nach Deutschland auszuwandern, während sie am ihrer Promotion arbeitete: „Ich habe mich nicht getraut, das zu an der Bildungsakademie zu erzählen, weil ich Nachteile befürchtet habe.“ Der Weg von der Bildungsakademie in Moskau an die Adolf-Diesterweg-Schule war lang. Selbstbestimmtheit war dem russischen Erziehungssystem unbekannt. Es zählten Gehorsam und Perfektion. „Ich habe mich geschämt, weil ich nicht alles verstanden habe“, sagt Frau Diewold über ihre ersten Gehversuche in Hamburg. „Ängste sind normal auch von Einheimischen gegenüber Ausländern“, findet sie. „Integration fängt im Kopf an“ sagt Frau Diewold und erklärt: „Man braucht eine positive Einstellung: Ich bleiche hier und ich will hier etwas erreichen.“

Etwas erreicht hat sie: Ihren Traumjob. Olga Diewold ist Kulturvermittlerin in Neuallermöhe. „Ich möchte Brücken bauen zwischen der Schule und dem Elternhaus“, beschreibt sie ihre Tätigkeit. Die Erwartungen von Eltern aus dem russischsprachigen Raum an die Lehrer und die Schule sind oft nicht vereinbar mit den deutschen Schulalltag. Sowohl Eltern als auch Lehrer können sich an Frau Diewold wenden. Sie ist in beiden Kulturen zu Hause, kann beide Sprachen fließend und kann so beiden Seiten helfen.

Auf die Frage, ob für sie Integration mit der Sprache oder der Kommunikation im allgemeinen anfänge, antwortet Frau Diewold, für sie begänne eine gut funktionierende Integration bereits im Kopf.

Anfangs hat Olga Diewold ehrenamtlich vermittelt, später auf Honorarbasis. „Können Sie schreiben, dass die Jutta Dittmar sich sehr für den Stadtteil eingesetzt hat?“ fragt sie. Jutta Dittmar, die ehemalige Schulleiterin, hat der Schulbehörde eine feste unbefristete Stelle für eine Fachfrau aus dem Kreuz geleiert. Eine Fachfrau, die glücklich mit ihrem Job ist. Erziehungsberatung bietet sie im Elterncafé an, dann gibt es das Projekt Family Literacy (FLY). Bei FLY lernen Eltern mit ihren Kindern Deutsch. Bei allem, was sie erzählt, strahlt die Frau mit den großen blauen Augen eine mitreißende Begeisterung aus, dass man sich am liebsten selbst von ihr beraten ließe. Überzeugen konnte Familiy Literacy auch andere: 2010 erhielt es den King-Sejong-Alphabetisierungspreis der UNESCO und 2011 den Hamburger Bildungspreis der Hamburger Sparkasse.

Sie sagt: „Ich liebe Kinder“. Sobald Olga Diewold in der Pausenhalle steht, sieht man, dass die Kinder auch sie lieben. Sofort wird sie umarmt.

„In Lohbrügge lebe ich privat, ich fühle mich in Bergedorf zu Hause“, sagt sie. Sie lebt mit ihrem Sohn und ihrer Tochter in Lohbrügge. Ihre Tochter ist START-Stupendiatin. „Ich bin beeindruckt, wenn ich sehe, wie sie Verantwortung übernimmt“, staunt Olga Diewold.

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Die stille Villa

Marisa Reyero de Starke wohnt und arbeitet in einer roten Backsteinvilla. „Heute leben hier drei Generationen und wir haben viel Besuch“, erzählt sie. Das Ehepaar mit vier Kindern ist 1989 in die Villa in Lohbrügge gezogen und hat das Haus mit viel Liebe renoviert.

Marisa Reyero de Starke aus Spanien

Frau Reyero de Starke lebt seit 48 Jahren in Deutschland. Länger als das halbe Leben. 1970 haben sie und ihr Mann geheiratet, seit 1980 ist sie deutsche Staatsbürgerin. „Mir wurde immer gleich geholfen“, sagt sie, wenn man nach ihren Erfahrungen mit der Einwanderung fragt.

Sie sitzt vor dem Gartenfenster auf der Fensterbank. Der Lieblingsplatz der Enkelkinder. Marisa Reyero de Starke singt im Chor der Erlöser- und der Gandenkirche. „Dadurch habe ich sofort Zugang zu den Menschen gefunden“, erzählt sie. In den ehemaligen Kinderzimmern hat das Ehepaar Starke ihre Heilpraktikerpraxis und seine Logopädiepraxis eingerichtet. Im Wartezimmer zeigt sie uns ihre kleine Märchenbühne. Ihren Kindern, in der Gemeinde und bei Kindergeburtstagen hat sie damit Märchen erzählt. Grimmsche Märchen. Die Märchenbühne ist selbst gebaut und hinten befindet sich eine Rolle mit Märchenbildern.

Der Lieblingsplatz der Heilpraktikerin ist die Fensterbank vor dem großen Gartenfenster, wo von aus sie ihre unendlich anmutende Kraft schöpft.

Mit 53 hat Frau Reyero de Starke ihre Heilpraktikerausbildung begonnen. Für ein Medizinstudium fand sie sich zu alt. Heute mit 69 Jahren sagt sie: “Im Kopf denkt man, man hat noch Zeit. Ich mache gern Ausbildungen.“ Sie überlegt, ob sie eine Qigong-Ausbildung machen möchte. Fortbildungen für die Tätigkeit als Heilpraktikerin macht sie zwei Mal im Jahr. Eine Querflöte liegt auf der Liege in ihrer Praxis. „Musik ist mir wichtig. Ich lerne Flöte bei der Kantorin der Gnadenkirche“ erzählt sie. Ihren Kindern hat sie spanische Lieder vorgesungen und sie haben alle ein Instrument gelernt.

In den 70er Jahren hat die Familie ein Jahr in Amerika gelebt, nach Spanien zurück zu ziehen, war nie geplant. „Mich reizt die Ferne“, sagt sie lächelnd. Ihr Mann und sie gehen gern auf Kreuzfahrt. Im April geht es nach Amerika.

Fühlt sie Frau Reyero de Starke als Spanierin oder als Deutsche?

„Ich fühle mich hier zu Hause, aber wenn ich in Madrid Musik höre, tickt mein Herz spanisch“, antwortet sie. Nach Spanien habe sie nie Sehnsucht gehabt, „ich habe mich mit meiner Familie und der meines Mannes immer sehr verbunden gefühlt.“ Mit ihren vier Geschwistern telefoniert sie oft.

Die Stille in der Villa hört man, wenn der Fotograf seine Bilder macht. Die Kamera klickt erstaunlich laut. Zwei Wochen im Monat sind die Enkelkinder im Haus, dann ist es nicht leise.

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Alstereisvergnügen 2012

Das hat es seit 15 Jahren nicht mehr gegeben – auch wenn der Winter in den letzten beiden Jahren immer wieder zum Spaziergang auf der Außenalster in Hamburg einlud, das Eis war für eine große Menge Menschen einfach nicht dick genug. Es wurde gebibbert und gewartet, aber letztendlich wurde es kurz vorher wieder abgesagt – das mögliche Alstereisvergnügen.

Das Alstereisvergnügen war ein Highlight in dem kurzen aber knackigen Winter 2011/2012, der von Jung und Alt trotz der klirrenden Kälte mit über 1 Million Menschen besucht wurde.

Doch im Jahr 2012 kam ein stabiles Hochdruckgebiet aus Russland nach Europa und machte aus Hamburg einen Gefrierschrank. Die Kälte wich nicht aus, hielt sich diesmal länger als 2 Wochen und erreichte Minuswerte, die man als Pluswerte ganz gut aushalten könnte. Dann war es soweit, inoffiziell sickerte es bereits am Dienstag durch alle Kanäle, die Behörde für Stadtentwicklung und Umwelt gäbe zum Wochenende die Alster zum Betreten frei. Verkaufsstände wurden organisiert und auf beiden Uferseiten der Alster aufgestellt, die langen Unterhosen im Schrank hervorgewühlt und alles freute sich auf das sehr ungewöhnliche Volksfest mitten im norddeutschen Winter.

Von früh bis spät waren heiße Getränke der einzige mögliche Renner auf der Alster. Entweder wurde Kaffee, Kakao oder Glühwein in Thermoskannen mitgebracht oder die Durstigen nutzten das Gastronomieangebot, was rund um die Alster zur Verfügung stand

So kamen am Wochenende vom 10. bis 12. Februar mehr als eine Million Menschen und huldigten das Wahrzeichen Hamburgs diesmal durch einen Spaziergang auf der Alster bei klirrender Kälte und aufgrund der geringen Schneehöhe mit zahlreichen Sturzmöglichkeiten. Über die Anzahl der Knochenbrüche liegt dem Autor allerdings kein Zahlenmaterial vor, ein Radiosender rief ohne Absprache mit der Behörde zum Flashmob auf der Alster ein. Diese tanzende Einlage wurde denn aber wegen der Gefahr durch mögliche Schwingungen schnell wieder abgesagt. Dennoch genossen alle Hamburger trotz des Verkehrschaos rund um der Alster diese außergewöhnliche Kulisse und den wasserseitigen Blick auf die Silhouette der schönsten Stadt der Welt.

© Text und Fotos – Cornelius Kalk

Vorwärts kamen die Besucher mit unterschiedlichen Hilfsmitteln. Beliebt waren neben den Schlittschuhen auch Schlitten oder Kinderwagen, die einem bei der Glätte zu mehr Stabilität verhalfen.

Das gefrorene Wasser lockte mehr als eine Million Besucher nach Hamburg, die einen herrlichen Blick auf die im Wandel befindliche Hamburger Kulisse werfen konnten.