Archiv der Kategorie: Reise

“Warum sind denn die ganzen Leute alle in weiß gekleidet?”

Es war ein schöner Tag der vorvorletzte Tag im August, die Sonne brannte so, als hätte sie’s gewußt. Die Luft war flirrend heiß und um dabei zu sein, sagte ich den andern, sie habe heute alle Zeit. So fingen die verschiedenen White Dinner im Jahr 2015 an.

Fotografien von dem White Dinner in der Innenstadt und am Winterhuder Kai [CREDIT: www.bewegende-bilder.de - Cornelius Kalk - Beimoorstrasse 11 - 22081 Hamburg - phone +49.40.35706477 - mobile +49.177.7321777 - kalk@bewegende-bilder.de - Bank: Foerde Sparkasse BLZ 21050170 Konto 7140007 IBAN: DE88 2105 0170 0007 1400 07 BIC: NOLADE21KIE Steuernummer 46/112/02054 - Bei der Verwendung ausserhalb journalistischer Berichterstattung (z.B. Werbung etc.) bitte vorher mit dem Autor Kontakt aufnehmen.]

Sonnenschein pur beim für manchen besten Event in Hamburg nicht kommerzieller Art – dem Weißen Dinner 2015

Etliche Freunde der weißen und nicht kommerziellen Veranstaltungen riefen auch dieses Jahr zum Abendessen in Weiß auf und viele stilvoll in Weiß gekleidete Hamburger machten sich auf den Weg mit Tischen, Stühlen, Dekoration und auch jede Menge zum Essen und Trinken und genossen den herrlichen Spätsommerabend in den unterschiedlichen Stadtteilen. Der Wettergott spielte diesmal, wie angekündigt, mit, aber wie würden die Hamburger auf das breite Angebot in Hamburg reagieren und welchen Ort würden sie bevorzugen? An diesem Abend jedenfalls paßte alles sehr gut zusammen.

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Vor dem Renaissance Hotel war die Fläche in der Hamburger Innenstadt vorgesehen.

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Die Organisation vom Heuberg schmückten redlich ihre Tische. Es erschienen bei bestem Wetter allerdings nur wenige bis zum frühen Abend.

Basierend auf der Idee aus Paris als ‘Diner en blanc’ fand die Zusammenkunft von weiß gekleideten Teilnehmern erstmal im Jahr 2010 in Hamburg statt. Seitdem zeichnete sich das Sommerevent unter dem Namen Weißes Dinner Hamburg durch eine wachsende Besucherzahl aus mit dem Höhepunkt und 6.500 Besuchern vor 2 Jahren an der Ericusspitze und Umgebung. Es gibt einen einfachen Dresscode, der von Kopf bis Fuß in weiß vorgibt. Viele bevorzugen eine richtig weiß gedeckte und stimmig geschmückte Tafel und trinken dazu natürlich entweder einen kühlen Weißwein oder ein Weißbier.

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Den Alsterlauf hingegen schmückten nicht nur die Alsterschwäne und -käne, sondern auch ein Meer an Weiß.

Eine dieser öffentlichen Plätze befand sich nun im Jahr 2015 mitten am Heuberg am Renaissance Hotel. Ein paar Anrainer luden ein und schmückten fleißig die strahlenden Tafeln. Doch der Zuspruch fiel dort jedenfalls eher verhalten aus. Etwa 200 bis 300 Gäste kamen und speisten bis kurz vor sieben.

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Kaum schönen ließ sich in Hamburg die untergehende Sommersonne genießen. Diesem Schauspiel folgend waren fast alle der Gäste stilvoll in weiß gekleidet.

Eine der Alternativen sah den Winterhuder Kai entlang vom Alsterlauf direkt am Winterhuder Fährhaus vor. Wer die Ecke kennt, wird ihn einigen anderen Orten definitiv vorziehen. Zwischen den ersten Häusern und dem Wasser liegt eine gute Zufahrt, welche den Transport erheblich erleichtert haben dürfte. Ursprünglich sollte nur auf dem Weg gedeckt und aufgetischt werden, aber immer mehr Gäste kamen und drängelten sich bis ans Ufer. Die Stimmung war äußerst friedlich, alle zeigten gute Laune. Es wurde miteinander geklönt und sowohl Essen als auch Getränke wurden untereinander schon mal ausgetauscht.

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Jedes vorbei schwimmende Schiff wurde mit weißen Tüchern freudig begrüßt

Wer keine Tische schleppen wollte, deckte sich auf weißen Tüchern und Decken aus. Und dann erst dieser unbeschreibliche Blick auf die untergehende Sonne und etwas später der Mond, der hinter dem Fährhaus zum Vorschein kam. Wer an den gefühlten 1.000 Menschen vorbeikam, war von der Ausstrahlung sofort gefangen und fasziniert entstanden zahlreiche Fotos und Videos mit allen Smartphones, die gezückt werden konnten. Selbst auf dem Weg nach Hause waren die Teilnehmer am öffentlichen Nahverkehr irritiert und fragten sich, warum denn hier so viele weiße Kleidung an hatten.

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Nicht immer blieb der weiße Dresscode auf die Kleidung beschränkt. Sogar passender Haarschmuck erfreute die Teilnehmer

Den Veranstaltern vom Winterhuder Bürgerverein ist also nicht genug zu danken. Es war eine fantastische Veranstaltung und alle hoffen auf ähnlich gute Bedingungen im kommenden Jahr.

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Die schwindende Helligkeit wurde überall mit echten oder elektrischen Kerzen ausgeglichen. Romantischer geht es in Hamburg kaum.

© Text und Fotos – Cornelius Kalk

Wie groß ist das Fürstentum Liechtenstein?

Es war ein erster Hauch von Frühling, der mich nach einem sehr schneereichen aber typischen alpinen Winter erwartete. Mein Aufbruch zurück in den Norden lag nahe, wenn man Zeit in Raum verwandeln könnte, ähnlich nah dran wie das Fürstentum Liechtenstein, das mit 5 Autominuten quasi vor meiner Nase lag. Untergebracht in Feldkirch im Vorarlberg in Österreich konnte das Fürstentum sogar mit einer Busverbindung angesteuert werden und Vaduz ist immerhin eine Hauptstadt Europas und irgendwann wollte ich alle gerne einmal besucht haben.

Fotografien von dem FŸrstentum Liechtenstein und Vaduz

Hauptattraktion im Fürstentum Liechtenstein ist das Schloß, das 120 m über der Hauptstadt Vaduz liegt. Im Hintergrund befinden sich die Schweizer Alpen.

 

Gewöhnlich benötigt jeder durchschnittliche Tourist für eine europäische Hauptstadtreise ein Minimum von 2 bis 3 Tagen. Für die vielfältigen Sehenswürdigkeiten in den Großstädten wie Paris, London oder Berlin kann auch eine ganze Woche draufgehen. Hier handelt es sich um Vaduz und um Liechtenstein, ich hatte keinen Reiseführer zur Verfügung, noch wußte ich, um welche Sehenswürdigkeiten es sich in diesem Land handelt.

Fotografien von dem FŸrstentum Liechtenstein und Vaduz

Blick aus der Innenstadt von Vaduz mit zwei Statuen auf das Schloß Vaduz, das 120 m über dem Zentrum trohnt.

Immerhin benötigte ich von der Ausreise außerhalb der Europäischen Union bis hin zur Hauptstadt gute 15 bis 20 Minuten, die Durchfahrt höchtens weitere 5 Minuten, richtig groß kam mir das nicht vor – flächenmäßig jedenfalls nicht, aber ein paar Höhenunterschiede gibt es schon, was das Land schon vergrößern kann.

Fotografien von dem FŸrstentum Liechtenstein und Vaduz

Blick auf Vaduz, der Hauptstadt vom Fürstentum Liechtenstein und eines der kleineren Europäischen Hautpstädte.

Wenn ich in Hamburg von Richtung Norden in Richtung Süden unterwegs bin oder von Ost nach West verbringe ich locker mehr als eine Stunde im Auto, selbst mit den öffentlichen Verkehrsmitteln kann diese Stadt recht groß werden, erst recht im Stau. Apropos Stau, davon kann weder in Liechtenstein noch in Vaduz die Rede sein. Bleibt die Frage, welche Sehenswürdigkeiten es in diesem Land gibt. Also mache ich mich auf den Weg in die Innenstadt in der Erwartung eines kleinen Stadtbummels. Ich parke meinen Wagen auf einem öffentlichen Platz, der mich offenbar kein Geld kostet nur eine Parkscheibe. In der einen Richtung erstreckt sich die Innenstadt, in die andere geht es hinauf in die Berge. Von oben blickt das Fürstentum auf die Stadt in Form einer Burg hinab. Diese Burg scheint nach den Postkarten in der Innenstadt zu urteilen gleichzeitig die Hauptattraktion in dieser Stadt oder gar in diesem Land zu sein. Andere Motive sind kaum ersichtlich und die paar Meter in alle vier Himmelsrichtungen lassen sich schnell leider ohne weitere wirklich fotogene Attraktionen bewältigen. Immerhin gibt es noch ein Kunstmuseum und die zwei Tiere vor dem einen wohl historischen Gebäude lassen sich auch sehen. Wirklich attraktiv erscheint mir noch rein äußerlich die Universität, doch ich kann das nur oberflächlich beurteilen.

Fotografien von dem FŸrstentum Liechtenstein und Vaduz

Auffällig auf dem Weg von und nach Österreich ist die Universität in Liechtenstein, die so groß ist wie in mancher Deutschen Stadt eine einzelne Fakultät.

 

Und da ich daran nicht sonderlich interessiert bin, schaue ich mir jedes Geschäft in der Stadt einzeln an und beschließe dennoch nach nicht einmal zwei Stunden meine Weg hinauf zur Burg oder dem Schloß Vaduz zu wagen. Das Schloß dient als Sitz vom Fürstenhaus Liechtenstein und liegt auf einem Felsvorsprung oberhalb der Stadt Vaduz. Es ist das Wahrzeichen der Stadt Vaduz und auch des Landes Liechtenstein. Die genaue Entstehung ist umstritten, es wird im 14. Jahrhundert in dem damaligen Zustand das erste Mal urkundlich erwähnt. Von unten aus der Innenstadt ist das Schloß in 120 m Höhe sehr gut sichtbar, oben gehen in die eine und andere Richtung traumhafte Wanderwege, die an diesem frühlingshaften Märznachmittag gerne angenommen werden.

Fotografien von dem FŸrstentum Liechtenstein und Vaduz

Das mittelalterliche Schloß wurde im Laufe der Jahrhunderte sukzessiv erweitert und dient seit mehr als 200 Jahren als Wohn- und Dienstsitz der Fürstenfamilie. Besuchbar ist es nicht für private Leute, dafür führen Wanderwege unmittelbar an dem Schloß vorbei.

 

Hinein komme ich leider nicht ins Schloß, das ist für unter anderem Staatsgäste vorbehalten, dennoch genieße ich die herrliche Aussicht auf das Fürstentum im Panorama und den Sonnenschein.

© Text und Fotos – Cornelius Kalk

 

2012 im Rückblick

Mein eigener Blog im Rückblick auf das Jahr 2012. Auf viele neue bewegende Bilder und die Geschichten dazu im Jahre 2013. Ich freue mich auf regen Austausch mit meinen Lesern, interessante Menschen und vor allen Dingen tolle neue Perspektiven.

Die WordPress.com-Statistik-Elfen fertigten einen Jahresbericht dieses Blogs für das Jahr 2012 an.

Hier ist ein Auszug:

600 Personen haben 2012 den Gipfel des Mount Everest erreicht. Dieser Blog hat 2012 über 4.400 Aufrufe bekommen. Hätte jede Person, die den Gipfel des Mount Everest erreicht hat, diesen Blog aufgerufen, würde es 7 Jahre dauern, um so viele Aufrufe zu erhalten.

Klicke hier um den vollständigen Bericht zu sehen.

Feldkirch in Vorarlberg

So ändern sich die Zeiten und die heutigen Lebensumstände manchmal in sehr kurzer Zeit. Meine beruflichen Qualifikationen haben mich eine zeitlang zumindest in einen für Österreich großen Ort namens Feldkirch ganz im Westen geführt. Die Stadt liegt direkt an der Grenze zu Liechtenstein und in der Nähe zur Schweiz. Das Wochenende vor dem 01. Oktober packte ich meine Sachen in Hamburg in einen Touran,  verschiedete mich noch von meinen engsten Freunden in Hamburg und los ging’s.

 

Ich plane hier den Rollout für zwei spannenden Internetprojekte, die Zeit in der Woche kann ich demnach wieder weniger dem Fotografieren widmen, dafür liegt der Ort aber sehr idyllisch im Rheintal 400 m über dem Meeresspiegel. Als Norddeutscher versteht man zwar die meisten Gespräche, aber im Oktober noch kurzärmlig draußen sein zu können, ist schon ein anderer Schnack. Daher packte ich meine Kamera auf die Schulter und die allersten Eindrücke verarbeitete ich visuell. Einiges ist gleich, doch in vielen kleinen Dingen unterscheidet sich Österreich, wo ich mich als Ausländer aufhalte, doch erheblich.

Süßigkeiten heißen hier Zuckerl, man steht an der Kassa an, Dosenpfand ist hier nicht verbreitet, dafür Pfand auf Weinflaschen. Die Anmeldung zum Neubürger erfolgt hier in der Regel ohne Wartezeit in 20 Minuten, die Hausmüllbeutel gibt es gleich mit. Palatschinken besteht nicht aus Fleisch, sondern ist eine Süßspeise. Ein altes Hallenbad wird hier als coole Eventlocation für die etwas Jüngeren genutzt, Pathologie gehört seit über 200 Jahren zur Grundversorgung Österreichs, Red Bull hat hier seinen entscheidenden Durchbruch gefeiert, in Lokalen darf sogar geraucht werden. Der Frischkäse mit Meerrettich erinnert im Verpackungsdesign an das deutsche Frischeregal, nur wird er hier als Kren bezeichnet. Aus einem Moin oder die doppelte Variante wird schnell ein Servus. Der interessanteste und kürzlich erst kennengelernte Unterschied liegt allerdings in den Augen. Spricht man als Mann eine Frau auf ihre hübschen, großen und runden Augen an, kann sich das sehr unangenehm für diesen Mann auswirken.

Soviel zu meinem allerersten Eindruck von dieser Gegend und meine ersten sehr netten Begegnungen. Jetzt erfolgt ein kleiner Bilderreigen, der den Ort bereits charakterisiert.

© Text und Fotos – Cornelius Kalk

Direkt an den Grenzen zu Liechtenstein und der Schweiz gelegen – Feldkirch in Vorarlberg.

Blick durch die Marktgasse auf die Johanniterkirche. Samstags ist der Platz gut gefüllt mit Marktständen und deren Besuchern.

Moderne Einflüsse werden gerne mit der Tradition kombiniert wie hier im Ox Deli in der Ochsenpassage.

Zwei Hamburger Sehenswürdigkeiten auf einen Streich

Was für ein Anblick. Nachdem die Landungsbrücken in Hamburg lange Zeit renoviert wurden, ist die Bauplane um den Turm im Jahr 2011 verschwunden. Dazu wurde im November/Dezember des gleichen Jahres eines der größten Touristenmagneten überholt und liegt selbst im Trockendock von Blohm und Voss – die Queen Mary 2.

Die Queen Mary 2 im Dock von Blohm & Voss vor den LandungsbrüŸcken.

Die Landungsbrücken dienen als Wasserbahnhof mit einer schwimmenden Anlegestelle als zentraler Ausgangspunkt von Hafenfähren und Hafenrundfahrten. Der Turm befindet sich an der Ostseite der Anlage und zeigt neben der Uhrzeit auch den jeweiligen Wasserstand an.

Eine typische Hamburger Kulisse mit prominenter Besatzung – Landungsbrücken, Hafenkräne und die Queen Mary im Dock bei Blohm & Voss.

Der erste Schiffsanleger wurde 1839 errichtet, da damals der Antrieb noch mit Kohle erfolgte und man weit genug vom Land entfernt sein wollte. Die Bauten sind immer noch eine der meist besuchten Sehenswürdigkeiten der Hansestadt und auf unzähligen Postkarten befindet sich das allseits beliebte Fotomotiv.

Die Anlage besteht aus einzelnen Pontons, die numeriert sind und als Hausnummer der Souvenirläden, Imbißgeschäfte und Gastronomiebetriebe dienen.

Als Gast in Hamburg immer sehr beliebt – Queen Mary 2

Die Queen Mary 2 wird auch als QM2 abgekürzt und wird von der britischen Reederei Cunard Line als Flaggschiff betrieben. In Hamburg lief das imposante Passagierschiff im Jahr 2004 das erste Mal ein, flankiert von mehreren Hunderttausend Zuschauern. Langsam gleitete es damals in den Hafen, nahm es gekonnt mit den ohnehin wenigen hohen Gebäuden der Stadt auf, bis es mitten im Hafen vorsichtig gedreht wurde.

Inzwischen ist das Kreuzfahrtschiff ein regelmäßiger Stadt auf Anlässen wie Hafengeburtstag oder gar den Cruise Days. Im Juli 2012 findet sogar ein Cunard Day benannt nach der Reederei statt, bei sich die Königin neben ihrer Schwester der Queen Elizabeth im Hamburger Hafen die Ehre gibt.

© Text und Fotos – Cornelius Kalk

Besuchstermine 2012 – alle Angaben ohne Gewähr (Quelle: hamburg.de):

  • 13. Mai 2012 Ankunft gegen Mittag, Abfahrt am späten Abend (Besuch beim Hafengeburtstag Hamburg)
  • 20. Mai 2012 Ankunft am frühen Morgen, Abfahrt am Abend
  • 15. Juli 2012 Ankunft am Morgen, Abfahrt am späten Abend (Cunard Day – Gemeinsamer Besuch mit dem Schwesterschiff Queen Elizabeth)
  • 25. Juli 2012 Ankunft am Morgen, Abfahrt am Abend
  • 12. August 2012 Ankunft am frühen Morgen, Abfahrt am späten Abend
  • 19. August 2012 Ankunft am frühen Morgen, Abfahrt am Abend (Besuch bei den Hamburg Cruise Days)

Immer wieder sonntags

Unter freiem Himmel findet auf der Großen Elbstraße sonntäglich zwischen 05:00 und 09:30 Uhr im Sommer und 07:00 und 09:30 Uhr im Winter der berühmte Hamburger Fischmarkt statt.

Neben der Liederzeile „Auf der Reeperbahn nachts um halb eins,…“ zählt wohl der Marktschrei „Aaale, Aaale, Aaale“ zu den berühmtesten Sprüchen aus der norddeutschen Hansestadt. Seit mittlerweile über 200 Jahren begegnen sich auf dem Fischmarkt jeden Sonntag Marktschreier mit einem lockeren Spruch, Touristen mit Rändern unter den Augen vom frühen Aufstehen, Einheimische mit einem Sinn für Schnäppchen und Nachtschwärmer mit einer Fahne und nicht selten ebenfalls tiefe Ränder unter den Augen. Aber so ist nun mal, wie der Hamburger gelassen auf diese bunte Mischung und das bunte Treiben blickt, das rund 70.000 Besuchern jeden Sonntag aufs Neue zählt.

Neben tiefgekühltem Fisch wird die ganze Palette eines Wochenmarktes neben typischen Souvenirs aus der Hansestadt angeboten.

Es beginnt im Sommer um 05:00 Uhr, wenn die Clubs im nahe gelegenen Kiez damit anfangen, ihre Tore zu schließen. Die Party rockt dann weiter in den Fischauktionshallen, was Frühaufstehern gewöhnungsbedürftig erscheint. Besonders beliebt sind die unzähligen Schnäppchen, die gleich tütenweise davon getragen werden. Ob es Nudeln, Käse, Obst, Wurst oder gar Blumen und Pflanzen sind, bergeweise landet die Ware alle 10 Minuten in Tüten oder Körben und wird für 10.- Euro feil geboten. Kurz vor dem Ende purzeln die Preise noch mal in den Keller und ganze Paletten werden für niedrigste Preise von 2.- Euro für etwa 2 kg Bananen verkauft. Spätestens um 09:30 Uhr ist dann aber endgültig Schluß, die Lautsprecherdurchsage ertönt und keinerlei Ware darf mehr über den Tresen wandern. Zwischen Abfallbergen und Schnapsleichen kehrt die Ruhe wieder an den Hafen zurück und die Geräuschkulisse von verladenden Containern gewinnt die Oberhand.

© Text und Fotos – Cornelius Kalk

Jeden Sonntag strömen bis zu 70.000 Besucher und genießen dieses einmalige Hafenpanorama.

Spätestens um 09:30 Uhr geht Sommer wie Winter das bunte Treiben zu Ende und es geht entweder zu weiteren Sehenswürdigkeiten der Stadt und nach einer langen Nacht endlich nach Hause.

All zu nah nach… – was auch immer?

Wer nach Hamburg reist, egal wie lange, kommt kaum um Altona herum. Von der Einwohnerzahl mit der schleswig-holsteinischen Landeshauptstadt Kiel vergleichbar vereint der westlichste Bezirk solch unterschiedliche Stadtteile wie die Altstadt, die szenigen und damit sehr beliebten Gegenden Sternschanze und Ottensen sowie die vornehmeren Viertel wie Blankenese. In dieser Konstellation gehört es noch keine 100 Jahre zu Hamburg und ist dennoch nicht mehr wegzudenken.

Blick zur blauen Stunde vom Altonaer Balkon Richtung Elbe – Postmodernes Bürogebäude trifft dort auf das Hafenpanorama.

Der Weg führt uns durch das Galão schlürfende Szeneviertel Ottensen direkt an die Elbe zum Altonaer Balkon. Von hier aus ist die Orientierung prächtig. In Richtung Süden schweift der Blick über die Docklands des Hamburger Star-Architekten Hadi Teherani weiter geradeaus in Richtung Hafen – dem Pulsschlag der Stadt. Hier pocht die Arbeit ununterbrochen, die Kräne sind im Dauereinsatz und unzählige Container wechseln ihren Inhalt. Richtung Westen ahnt man den Fischmarkt, die Altstadt von Altona und jede Menge Fisch. Selbst Ina Müller huldigt mit ihrer Nacht die Folklore der hanseatischen Tradition von Shantychören. Dem Westen gehört Blankenese, wo der Besucher erfährt, wie viele Treppen so ein Gebiet umfassen kann. Und Ottensen, wo der Besucher bereits seinen Galão schlürfen konnte, befindet sich nördlich vom Altonaer Balkon, von wo aus wir einen Ausflug in die Altstadt Altonas unternehmen.

Guter Start mit einer guten Grundlage für einen Rundgang egal zu welcher Tageszeit stellt das Fischerhaus dar. Traditionell hergerichtete Speisen zählen zu den Spezialitäten des Hauses.

Der Fischmarkt selbst, die Haifischbar, die Fischauktionshalle und das Stilwerk sind nur einige der prominenten Vertreter der Backsteingebäude direkt an der Elbe, dort wo bei Sturmflut schnell einige Autos unter Wasser stehen. Etwas weiter Richtung Westen am Fuße der in den 80er Jahren besetzten Hafenstraße liegt ein ehrwürdiges, wenn auch etwas altbackenes Fischlokal Fischerhaus mit seinem gelben markanten Anstrich von außen. Wer dagegen die direkte Lage am Wasser bevorzugt, kann den guten Ausblick aus dem Restaurant ‚La Vela‘ erhaschen. Überhaupt reihen sich entlang der Kühlhäuser an der Großen Elbstraße kleine, rustikale Fischimbisse, wo an Wochenenden Heerscharen von Hamburgern den köstlichsten frischen Fisch verzehren. Unverzichtbar ist ein kühles Blondes in der Haifischbar ein Sammelsurium aus maritimen Gegenständen wie Buddelschiffe oder Rettungsringen.

Im ‚La Vela‘ wird der Gast noch groß geschrieben, Service geht über alles.

Wer lieber gepflegt shoppen gehen möchte, kommt um das Stilwerk nicht herum. Ein buntes Treiben von Möbelgeschäften und Lifestyle-Produkten gehen hier über den Ladentisch – ein Konzept, das es auch nach Berlin, Düsseldorf und Wien geschafft hat.

Die Haifischbar ist ein Tummelbecken nicht nur für die Hamburger Haie.

Nach dem ganzen Heckmeck bleibt der Blick im Fokus des Bummlers. Wieder wird das Lokal von der Wasserkante und den gigantischen Kränen geprägt, doch diesmal etwas höher hinaus, an der oberen Seite der Hafenstraße, wo künstliche Palmen und etwas Rasen die Ruhe zum Einhalten geben sollen.

Typischer Sonntagmorgen in der Fischauktionshalle.

© Text und Fotos – Cornelius Kalk

Frühstück in Weiß

Ein besonderes Nachbarschaftsfest! – Der Reetwerder, die Straße mit besonderem Charme im Bergedorfer Zentrum, veranstaltete am Sonntag, den 26. Juni 2011 ein „Frühstück in Weiß“. Eingeladen waren Anwohner, Geschäftsleute und Freunde rund um den Reetwerder, um gemeinsam diesen Tag zu gestalten. „Eine sehr schöne Idee, so etwas sollte jedes Jahr stattfinden. Es gefällt mir sehr.“ schwärmte die Nachbarin Martina Westphal aus der Ernst-Mantius-Straße.

Gedeckt an einer langen weißen Tafel nahmen die Freunde rund um den Reetwerder an dem sonnigen Tag zum gemeinsamen Frühstück Platz.

Denn alle Teilnehmer kamen ganz in Weiß gekleidet, Sitzgelegenheiten und Tische waren aufgestellt, jeder brachte etwas zu essen und zu trinken mit. Selbst das Wetter nahm dankbar die Einladung zum Frühstück an. Bei strahlendem Sonnenschein wurde die Veranstaltung zu einem großen Erfolg. „200-300 Reetwerderianer“ saßen an langen Tischreihen im abgesperrten Reetwerder, ließen es sich schmecken und verwandelten den Reetwerder in eine Gartenparty.

Begleitet wurde das erstmalige Fest von der Sängerin Sirin Esinsel, die zusammen mit ihrer Band in weißer Kleidung auftrat.

Zusätzlich untermalt wurde das „Frühstück in Weiß“ durch ein abwechslungsreiches Live-Musikprogramm und eine Kunstausstellung mit Fotos und Bildern in zahlreichen Schaufenstern der Geschäfte entlang der Straße.

Bereits früh am Morgen trafen sich an diesem Sonntag die Organisatoren und verteilten Tische und Bänke vom Zeltverleih Uwe Möller gestiftet entlang der Straße.

Die gute Laune beim Frühstück und der Erfolg bei den Besuchern führte dazu, dass eine Wiederholung im nächsten Jahr fest ins Auge gefasst wurde, denn auch die lokalen Geschäftsinhaber waren begeistert, wie etwa Meike Lube-Lüdeke vom Strandhaus: „Was für eine schöne Veranstaltung und alle sind so festlich und schön angezogen.“

© Text und Fotos – Cornelius Kalk

Die Geschäfte stellten außerdem entweder ihre Schaufensterflächen oder gleich die Ladenflächen für künstlerische Darbietungen zur Verfügung wie hier im Café Tolé.

Hafengeburtstag

Ein wenig Wehmut entsteht schon, wenn soviele Schiffe anläßlich des 822. Hafengeburtstages dem Sonnenuntergang elbabwärts fahren. Die Auslaufparade war der krönende Abschluß der traditionsreichen Veranstaltung entlang der Elbe, wo die Hamburger Ihren Hafen huldigen. Dazu gab es majestätische Unterstützung durch die ‚Queen Mary 2‘, die allen Schiffen voran fuhr und sich nach einigen Tagen Aufenthalt doch wieder imposant von Hamburg verabschiedete. Begleitet wurde die Parade von zahlreichen Schiffen, die schon ungeduldig in ihrer Position verharrten, ehe es gegen 18:00 Uhr dann endlich losging. Rechtzeitiges Reservieren sicherten die besten Zuschauerplätze auf den Booten wie auf der Gaffelkeltsch ‚Roter Sand‘, wo die Crew rundum den Eigner Bernhard Pelzer für einen lockeren und sicheren Transport der Gäste sorgte. Vielen Dank dafür!

© Text und Fotos – Cornelius Kalk

In der Hafencity war unter anderem die ‚Queen Mary 2‘ zu Besuch.

Begleitet wurden die Schiffe der Auslaufparade von zahlreichen Booten wie die Gaffelkeltsch ‚TS Roter Sand‘.

Bei strahlend blauem Himmel manövrierte Schiffseigner Bernhard Pelzer zusammen mit seiner Crew die Gäste sicher und vorausschauend durch die Unmengen an Schiffen.

Geduldig warteten alle Schiffe an ihrer Wartestelle auf das Signal zum Start.

Zwischen den ganzen Segeln bewegte sich die ‚Queen Mary 2‘ in sicherem Fahrwasser.

Vorbei ging es am ‚Dock 10‘ von ‚Blohm und Voss‘ und ‚Hamburg Süd‘ bis die ‚Queen Mary 2‘ Hamburg dann vorläufig den Bug kehrte.

Letztes Geleit und Gejubel gab es am Fuße der Hügel in Blankenese. 

Am Ende gab es noch ein Scheidebier auf dem Ponton ‚Op‘ Bulln‘ und der Abend dämmerte vor sich hin.

Was für ein Plunder

In jeder Region in Deutschland heißen Brötchen anders – Schrippe in Berlin, Semmel in Hessen, Weckle in Schwaben und Franken oder Rundstück in Hamburg. Brötchen einfach beim Bäcker einzukaufen, bedeutet für Touristen meist selbst innerhalb von Deutschland einen neuen Begriff zu lernen. Süße Varianten von Brötchen gibt es hingegen schon seltener, aber eine davon  gehört mit steigender Beliebtheit zum typischen Hamburger Frühstückstisch dazu – das Franzbrötchen.

Platt und an mehreren Stellen eingedrückt – die verschiedenen Thesen zur Herkunft beschäftigen sich mehr mit den Zutaten, denn mit der charakteristischen Form vom Franzbrötchen.

Der Name leitet sich aus der Herkunftsgeschichte ab, da der Ursprung wohl in der Zeit der französischen Besatzung Anfang des 19. Jahrhunderts liegt. Zu dem genauen Ablauf streiten sich aber die Historiker. Fest steht, das ein normaler Laib Brot unter dem Einfluß der Franzosen und dem Croissant angelehnt wohl mit Butter gebacken wurde. Die Veredelung fand dann später in einer Fettpfanne statt. Die auf Stadtrundfahren verbreitete Anekdote, es habe ein Hamburger aus Wut über die Besatzung mit bloßer Faust auf ein Croissant geschlagen und es zum Franzbrötchen platt gemacht, gehört dagegen eher in die Kategorie Seemannsgarn. Eine andere Quelle liefert eine schöne Anekdote über einen Franz, der das Hamburger Hungerbrot aus Versehen platt drückte und ihm so seinen Namen gab.

Was zum Verzehr des Brötchens auf jeden Fall nicht fehlen darf, ist die Lust zum Genuß und der zum guten Geschmack beitragende Würze von Zimt. Manche beschmieren den klebrigen Teig unmittelbar vorher noch mit einer Extraportion Butter. Die Basis der typischen Hamburger Spezialität ist jeweils ein Plunderteig, der an einigen Stellen eingedrückt wird und so seine charakteristische Form erhält. Inzwischen gibt es von der klassischen süßen Variante zahlreiche Ableger mit Mandeln, Nüssen oder kleinen Schokoladenstücken. Für die herzhafte Fraktion werden schon mal Kürbiskerne dazu gemischt.

Und noch ein Tipps zum Ende, wie der Genuß vom Franzbrötchen noch gesteigert werden kann. Einfach über Nacht liegen lassen und durchsuppen lassen. Das Aroma vom Zimt verteilt sich somit bis zum letzten Bissen. „Ich mag das auch lieber durchgesuppscht, aber so bekomme ich die Brötchen leider nicht verkauft. Legen Sie das Franzbrötchen nur dann noch auf einen Toaster!“ Siehe da! Die Bestätigung vom Bäcker Hans-Günther Hönig aus Niendorf erfolgt unmittelbar für meinen anscheinend eigenen Geschmack. Die Kunden danken ihm die Qualität seiner Backwaren nicht zuletzt am Samstag Morgen mit meterlangen Schlangen vor seinem Stammhaus in der Ordulfstraße.

© Text und Fotos – Cornelius Kalk