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Herzlich willkommen…

…auf meinem neu eingerichteten Blog. Er dient dazu, mich auf meinen Reisen zu begleiten und meine eigenen Erlebnisse zu veröffentlichen und zu teilen.

Im vergangenen Jahr ermöglichte mir mein Beruf insgesamt drei Reisen, eine nach Mallorca, die nächste nach England und schließlich bewegte ich mich noch eine Woche lang für die Zeitschrift ‚Boote‘ auf der Weichsel und entdeckte ein spannendes Polen.

Eine weitere Reise in den Iran verschob ich aufgrund der Unruhen lieber auf vorläufig unbestimmte Zeit, aber auch Persien habe ich auf eine Art und Weise für mich neu entdeckt, daß ich auch dieses Land unbedingt ausführlicher bereisen möchte, als es bisher möglich war.

Ich wünsche meinen Lesern daher viel Spaß beim Verfolgen meiner Geschichten!

Und allzeit gutes Licht wünscht Ihnen

Cornelius Kalk

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The bride’s room

Es duftete nach Nagellack und die Finger spreizten sich weit voneinander ab, jetzt darf nicht mehr so viel schief gehen. Ich betrat in meinem Anzug und meiner Kamera den Raum und wusste nicht, was mich erwartet, denn diese Ehre wurde mir das erste Mal zuteil. Ich sollte in dem kleinen Küstenstädtchen Rye südlich von London eine Hochzeit fotografieren und dabei bereits die ersten Vorbereitungen im Brautzimmer dokumentieren.

French Nails – die Braut bei der Maniküre.

„Cornelius, kennst Du einen guten Fotografen in London?“ hieß die Frage ein dreiviertel Jahr vorher. „Nein, kenne ich nicht, aber was habt ihr denn vor?“ erwiderte ich mit einer Gegenfrage, denn grundsätzlich ist meine gesamte Ausrüstung komplett transportabel. Welcher Fotograf stürzt sich nicht gerne in kleine oder große Abenteuer und verreist gerne?

Die Brautschuhe

So nahm ich meine 18 kg Handgepäck und eine kleine Tasche mit ziviler Kleidung mit von London, stieg in den Zug nach Rye und simste zwischendurch wegen der genauen Ankunftszeit zwischen dem stolzen Brautvater und mir hin und her.

Konzentration bei der Frisur

Die bildhübsche Braut mit diesem sanften und zufriedenen Lächeln auf dem Gesicht, das ihre Gewissheit unterstrich, den richtigen gefunden zu haben. Um sie herum nur Familie und ich, der Fotograf oder diesmal – the photographer. Die Nägel wurden in hoher Perfektion französisch, schon ging es los mit dem Make Up. Zwischendurch knallte ein Korken, die Brautjungfern klopften an der Tür und erschienen. „Nice to meet you!“

Anprobe für den Schleier

Das spannendste am Fotografen-Leben ist dieses temporäre Eintauchen in ganz andere Welten, die aufregende Neugier und der Hunger nach neuen und ungewöhnlichen Perspektiven. Bei so einem Vorhaben, das Vertrauen als Fotograf der Brautleute zu spüren, ist einfach großartig. Hinterher gab es ein riesiges Dankeschön insbesondere für das Gefühl, an diese wichtigen Tag wirklich keinen entscheidenden Augenblick verpaßt zu haben.

© Text und Fotos – Cornelius Kalk

Die Frisur sitzt, der Rest folgt später.