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Falkenried – Individualität gepaart mit sozialer Gemeinschaft

Der Bau der Wohnhäuser in den Falkenried-Terrassen ist mittlerweile über 100 Jahre her. Die Wohnungen entstanden genauso wie weitere Stadtteile etwa Barmbek unter anderem als Opfer für die Speicherstadt. Zeitgleich mit dem Bau der U-Bahn verlegte die Stadt ganze Wohnquartiere in die Peripherie und nicht unerwähnt, wandelt sie die hafennahen Gebiete wieder in Wohnviertel um. In Hoheluft-Ost entstanden auf diese Art ein paar Hundert Wohnungen (Quelle: falkenried-terrassen.de) mit Anschluß an das öffentliche Trink- und Abwassernetz. Eine neue Heimat fanden daneben auch einige Arbeiter vom damals gegenüberliegenden Betrieb der Straßenbahn Gesellschaft.

Die über 100 Jahre alten Häuser entstanden für die Arbeiter der Straßenbahngesellschaft und Umzügler aus der Speicherstadt.

Die längst unter Denkmalschutz stehenden Terrassen befinden sich nach erfolgreicher Sanierung inzwischen im genossenschaftlichen Mieterbesitz. Dadurch konnte mitten in der exponierten Lage nahe Eppendorf preisgünstiger Mietraum für sozial Benachteiligte erhalten bleiben. Zwischen Falkenried und der Löwenstraße verlaufen die Häuser senkrecht zu den Straßen. Großzügig angelegte Fußwege bilden mit viel Grün eine Oase zum Rückzug aus der Hektik einer Großstadt. Nachbarn treffen sich, tauschen sich aus und helfen sich wie selbstverständlich gegenseitig. Wer sich zurückziehen möchte, geht in die kleinen Behausungen und hat ab vom Verkehrslärm seine Ruhe. Seit 1988 werden die Terrassen von den Bewohnern in Eigenregie verwaltet.

Zwischen den Häuserreihen verlaufen keine befahrenen Straßen. Viel Grün lockert die Reihen auf und lädt ein zum Verweilen und Klönschnack mit den Nachbarn.

Der nach dem ehemaligen Betrieb genannte Straßenbahnring wurde nach dem Umzug der Hamburger Hochbahn Tochter komplett saniert und beherbergt eine Mixtur aus Büro, Geschäften und Wohnraums. Die alten Hallen der Straßenbahnwerke vermengen sich dort geschickt mit modernen Neubauten, die sich mit Backstein und Glas an die Hamburger Tradition anlehnen. Und das ehemalige Pförtnerhaus dient jetzt charmant der gastronomischen Vielfalt Hamburgs.

© Text und Fotos – Cornelius Kalk

Jeder ist offen, keiner wird gezwungen, die lockere Nachbarschaft und die geringen Mieten unterstützen gerade sozial benachteiligte Mieter.

In unmittelbarer Nachbarschaft zu den Terrassen befand sich eine Tochter der Hamburger Hochbahn, deren Gelände nach dem Umzug komplett saniert wurde.

Es entstanden eine ganze Vielzahl von Büroräumen, Geschäften und neuer Mietraum.

Im ehemaligen Pförtnerhaus fand eine Hamburger Gastronomie eine charmante neue Unterkunft.

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