Schlagwort-Archive: IG Fuhle

Wagemutiges im alten Gemäuer

Jazz klingt nicht gleich und es gibt ein breites Spektrum, das sich unter dem Stichwort Jazz zusammenfassen lässt. Das Experiment und die Improvisation stehen dabei oft im Vordergrund wie bei der Aufführung vom U-Boot-Orchester in der Auferstehungskirche Barmbek. Die Melodien werden bei ihren Auftritten der ungewöhnlichen Kombination immer wieder neu erfunden und sie entstehen im Moment aus der Aufschichtung von Klangteppichen. „Diese Klänge ähneln dem breiten Spektrum der Orgel und passen gut zu Barmbek,“ schwärmt Rainer Hanno als Pastor der Kirchengemeinde. „Die Interessengemeinschaft rund um die Fuhle sorgt damit immer wieder für Abwechslung, aus der auch ich meine Inspiration schöpfe.“ Das Orchester geht sehr kreativ in der Nutzung von Instrumenten um. Sie verwenden neben einem fast ordinären Schlagzeug schon mal einen Wasserschlauch, aus dem ebenso Klänge entlockt werden wie

Neben den Klängen sorgt der Maler Pavel Ehrlich für eine zusätzliche optische Untermalung der Veranstaltung. Mit ein wenig Farbe, etwas Wasser und ungezählten Blättern Papier erzählt mit oft erstaunlich wenigen Pinselstrichen ganze Geschichten auf dem Format DIN A4. In einem Abstand von keinen 5 Minuten entstehen so kleine Kunstwerke, die einem die Malerei spielerisch erscheint. Jeder kann zuschauen, denn eine Videokamera überträgt diesen Prozeß auf eine große Leinwand über dem Orchester, die aus Dingen Töne entlocken, die für was ganz anderes bestimmt waren.

© Text und Fotos – Cornelius Kalk

Mitte August wurde die Auferstehungskirche Schauspiel besonderer Natur. Eine der verrücktesten Formationen Hamburgs das ‚U-Boot-Orchester‘ erfand Klangteppiche und Melodien, die visuell von Live-Malerei unterstützt wurde.

Rund 30 Personen waren neugierig und offen genug, sich auf das Experiment einzulassen.

Zu den Quellen der Instrumente gehören eine Wasser-Trompete, Schläuche und Schnorchel – muß man erlebt haben!

Über den Köpfen vom Orchester bemalte der Hamburger Künstler ‚Pavel Ehrlich‘ alle drei bis vier Minuten ein neues leeres Blatt Papier und füllte es mit Farbfiguren und Strichen, die als ganzes eine kleine manchmal surreale Geschichten darstellen.

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Saftige Steaks und souliger Jazz

Das Block House ist bekannt für seine unverwechselbaren Steakvariationen gepaart mit knackigen Salaten. Eine musikalische Untermalung gibt es selten, insofern betrat das Restaurant Anfang August Neuland und lud zum lauschigen Jazz Abend im Rahmen vom Jazz Sommer Barmbek ein. ‚Herr Huber’ nennt sich die Bar-Jazz-Formation rund um den Hamburger Anwalt André Malitzki am Gesang und an der Trompete. Begleitet wird er dabei von Géza Huber am Bass und Markus Steckhan an der Gitarre, die zu dritt Klassiker wie Sway oder Mr. Bojangles unaufdringlich aber sehr unterhaltsam zum besten geben.

„Die Musikreihe ‚Jazz Sommer Barmbek’ ist ein spannendes Experiment, dem wir als Gastronomen sehr offen gegenüber stehen. Unsere Gäste genießen ihre kulinarischen Speisen mit der akustischen Untermalung an diesem milden Sommerabend,“ begeistert sich der Restaurantleiter Kevin Schulze für die Organisation vom Auftritt des Jazz-Trios. „Wir freuen uns auf weitere Events, die von der IG Fuhle initiiert werden.“

© Text und Fotos – Cornelius Kalk

Die Hamburger Jazz-Formation ‚Herr Huber‘ begab sich Anfang August in die Fuhlsbüttler Straße und sorgte für musikalische Unterhaltung der Besucher vom Block House.

Zu den Akteuren gehört André Malitzki am Gesang und stets griffbereit die Trompete,

Gezá Huber an der Bassgitarre und…

…dem Gitarristen Markus Steckhan.

Statt dem lästigen Durchgangsverkehr der Fuhlsbüttler Straße bekamen die Gäste vom Block House an diesem Abend unaufdringlichen Bar-Jazz geboten.

Schatten bevorzugt!

„Die heißeste Veranstaltung, die je in der Buchhandlung stattgefunden hat!“ schwärmt Ulrich Hoffmann ständig ein charmantes Lächeln auf dem Gesicht bei zumindest gefühlten 50° C. Gemeint hat er die bereits sechste Veranstaltung aus der Musikreihe ‚Jazz Sommer Barmbek’ organisiert von der IG Fuhle e.V. in Zusammenarbeit mit dem Harburger Stellwerk.

Die Buchhandlung von Ulrich Hoffmann lud diesmal zu einem sowohl literarischen als auch musikalischen Abend ein. Und trotz der Hitze wurden die Stühle dicht an dicht gedrängt und das Publikum konnte den Worten der Krimi-Autorin Katrin McClean lauschen. Untermalt wurde die Stimme von den Tönen des Pianisten Johannes Bahlmann. Der Roman „Im Schatten des Geldes“ handelt von der Hamburger Polizei-Psychologin Veronika Dorn, die einen längst zu den Akten gelegten Selbstmord doch noch als Mord aufklärt. Denn ihre Intuitition lässt sie nicht los und sie klärt schließlich auch die finanziellen Hintergründe dieses Kriminalfalles.

„Wir hatten eine unglaubliche Resonanz, vor allem kamen Menschen aus anderen Stadtteilen nach Barmbek, was uns sehr gefreut hat.“ Erzählt Herr Hoffmann und nimmt noch einen Schluck seines für die Gäste bereit gestellten Mineralwassers.

Die Spannung auf diese ungewöhnliche Lesung mit den immer passend gewählten Musikstücken war hoch und es kamen trotz der Temperatur weitaus mehr Gäste, die dort mit kostenlosen Erfrischungsgetränken bewirtet wurden. Geduldig harrten sie bis zum Schluß aus und strebten dann wieder in alle Himmelsrichtungen Barmbeks. Das Schlusswort geht damit zurück an Herrn Ulrich Hoffmann: „Durch die IG Fuhle konnte die Jazz Reihe realisiert werden und ich hoffe natürlich sehr auf weitere so hervorragende Ideen.“

© Text und Fotos – Cornelius Kalk

Gastgeber der 6. Veranstaltung der Reihe Jazz Sommer Barmbek mit der Autorenlesung aus dem Krimi ‚Im Schatten des Geldes’ war…

…die Buchhandlung Hoffmann in der Fuhlsbüttler Straße. Es erschienen trotz der hochsommerlichen Temperaturen rund 40 eifrige Leser, die den Worten der Autorin untermalt von Klaviermusik lauschten.

Die Krimi-Autorin Katrin McClean liest aus Ihrem Hamburger Krimi und wird dabei tatkräftig…

…von dem Jazz-Pianisten Johannes Bahlmann am elektrischen Piano unterstützt.

Hofsommerfest: Anrainer, Aktionen, Attraktionen

Der Sommer nimmt seinen Lauf und nicht einmal eine Woche nach der Beendigung der Fußball-WM erlebt Barmbek seinen nächsten Höhepunkt – das Hofsommerfest auf dem Hof vom Museum der Arbeit. Das Programm ist genauso bunt wie die Mischung der Teilnahme an dem Fußballturnier. Nachmittags steht die Familie im Vordergrund, während am Abend das Programm mit Highlights für die langjährigen Barmbekern glänzt. Bei freiem Eintritt fanden zahlreiche Besucher schon am Nachmittag den schönen Fabrikhof zwischen Wiesendamm und Osterbekkanal.

Neben der breiten Versorgung mit duftenden Crêpes, Würstchen oder Getränken, lockten zahlreiche Stände zum Mitmachen ein. Dabei wurden Quietsche-Entchen farbig bemalt, Salz durch Kreide bunt gemischt, geheimnisvolle Tresore geknackt und an Gewinnspielen teilgenommen. Die Kreativität wurde zusätzlich durch ein Mitmach-Theater gefördert, während heranwachsende Ingenieure Brücken bauen konnten. Wer sich austoben wollte, hatte bei einem aufblasbaren Kicker-Feld die Gelegenheit.

Mehr Geschicklichkeit war bei beim freien Klettern den Bohrer Trude hoch gefordert. Begleitet wurden sämtlichen Aktivitäten vom NDR 90,3 gesponserten Bühnenprogramm mit Gruppen aus Norddeutschland und der ältesten Rockband der Welt – den Rattles, die ihr unfassbar 50-jähriges Bühnenjubiläum in diesem Jahr feiern. Obwohl Hamburg an diesem sommerlichen Samstag noch einige Alternativen zu bieten hatte, kamen doch mehr als 2000 Personen auf den Barmbeker Museumshof und feierten noch bis in die späten Abendstunden.

© Text und Fotos – Cornelius Kalk

Voll gefüllt war an diesem prächtigen Nachmittag der Museumshof vom Museum der Arbeit in Barmbek

Unter dem Moot ‚Wir sind Hamburg‘ werden solche Veranstaltungen unter anderem durch den NDR mit unterstützt.

Die Rattles bildeten den Hauptact an diesem sommerlichen Tag.

 

Barmbek erlebt seinen ersten JAZZ-SOMMER

Es ist Sommer, es ist die Zeit unterwegs und draußen zu sein, es ist alles etwas entspannter und genussvoller.

Somit auch Zeit, den Jazz nach Barmbek zu bringen!

Erstmalig und in einer Kooperation des Teams des „Büros für Lokale Wirtschaft“ (LoWi) der „IG Fuhle“ sowie des Jazzclubs im Stellwerk e.V. wird nun vom 19. Juni bis zum 19. September der Jazz-Sommer Barmbek statt finden.

Oberstes Ziel dieser vielseitigen musikalischen Reise durch das Hamburger Quartier wie durch den Jazz selbst ist es, interessante Stätten und interessante Projekte kennen zu lernen. „Ist man erstmal auf den Geschmack gekommen, so LoWi-Leiterin Petra Henze, wird sich manches von selbst ergeben.“

Das Programm ist ebenso vielfältig wie der oft unterschätzte Stadtteil Barmbek: kaum bekannte Locations und ebenso Insidern vorbehaltene Musikformationen versüßen den Sommer, an dem sonst typische Musik-Orte eher der Sommerpause frönen: ein Open-Air bei freiem Eintritt im Rahmen des „Tags der Musik“, Salsa-Tanz, Saxophon-Workshop, ein Lese-Abend mit Jazz&Krimi, ein Brunch mit Kaempfert-Legende Ladi Geisler oder ein ozeanischer Tripp mit dem U-Boot-Orchester in die heilige Hallen der Tiehloh-Kirche: es ist für jeden Geschmack etwas dabei.

„Die Themen sollen anregen und neugierig machen“, so Heiko Langanke vom sonst in Harburg ansässigen Jazzclub im Stellwerk. „Und es soll die Vielfalt und Besonderheiten vom Stadtteil Barmbek aufzeigen“, so Petra Henze, die dafür Partner wie den Bezirk Nord, die Behörde für Kultur, Sport und Medien die Saga/GWG oder die Haspa gewinnen konnte.

Die zahlreiche  Veranstaltungen werden allerorts sowohl mit Plakaten als auch mit Faltflyern und in der Tagespresse oder unter dem eigens eingerichteten Webportal www.jazz-sommer-barmbek.de zu finden sein.

Und es sind wirklich einige außergewöhnliche Projekte vertreten, die Lust auf mehr machen:

  • Den Vor-Auftakt macht am Freitag (18. Juni um 11h) die Haspa-Filiale Fuhlsbüttler Straße / Ecke Hellbrookstraße. Dort wird für zwei Wochen die eigens vom Darmstädter Jazzinstitut geliehene Ausstellung „Tension“ um das Vermächtnis des legendären deutschen Jazzposaunisten Albert Mangelsdorff zu sehen sein. Zur Vernissage spielt zudem der in Hamburger lebende Jung-Posaunist Christoph Grages ein Solo-Posaunen-Konzert.
  • Im Rahmen des „Tags der Musik“ (17.-20.6.) wird dann der Barmbeker Jazz-Sommer ganz offiziell am Samstag (19.6.) ab 15h auf einer Open-Air-Bühne am Platz des Museums der Arbeit eröffnet. Dort sind neben der Bigband der Hamburger Jugend-Musikschule „Think Big“ – frischer Preisträger des Wettbewerbs „Jugend jazzt“ – auch die Pop-Jazz-Band „Allophonic“, das bundesweit bekannte NuJazz-Projekt „Groove Galaxi“ des Hamburger Schlagwerkers Sönke Düwers als auch das Hamburger LandesJugendJazzOrchester „Jazz Essence“ um den Leiter und bekannten Pianisten Nils Gessinger vertreten.
  • Im Umfeld findet ein Saxophon-Workshop zum kennenlernen des Instrumentes statt (19.6., 12-15h in der Zinnschmelze) und mit Salsa, Merengue oder Tango kann der Abend tänzerisch in der Zinnschmelze abgeschlossen werden.
  • Am 1. Juli (Do, 20h) gibt es in der Zinnschmelze einen Fusion- und Weltmusik-Abend mit zwei Hannoveraner Jazzformationen. „the meting of the spirits“ und „Punk Jazz“ führen durch den Geist der legendären Jazzprojekte „Mahavishnu-Orchestra“ und „Weather Report“ des verstorbenen Pianisten Joe Zawinul.
  • Am 21. Juli (Mi., 20h) führt die Reise in die Buchhandlung Hoffmann. Dort liest die Krimi-Autorin Katrin McClean aus ihrem Roman „Im Schatten des Geldes“, während der Pianist Johannes Bahlmann mit jazzigen Klängen in gruselig-spannende Gefilde führt.
  • Am 2. August (Mo., 20h) führt die vierköpfige Formation „Herr Huber“ mit Cool-Jazz, Trompete und Gesang durch einen illustren Bar-Abend.
  • Das einzigartige Hamburger „U-Boot-Orchester“ taucht am 14. August (Sa., 20h) in der Auferstehungskirche Tiehloh auf und lässt von Wassertrompete bis Meerjungfrau und Videoinstallation keine Überraschung aus.
  • Gitarrist und Jazzlegende Ladi Geisler (einstiger Knack-Bass im Bert-Kaempfert-Orchester) lädt zum Brunch am 15. August (So., ab 12h) ins „BigEasy“.
  • Dass Jazz eine durchaus tanzbare Musik war und ist, steht am 30. August (Mo., 20h) auf der Kulturbühne Bugenhagen auf dem Prüfstand. Die swingerprobte BigBand der Technischen Universität Harburg um Leiter Gero Weiland lädt zum Tanz mit Swing, Charleston oder LindyHop ein. Ein Schnupper-Tanzkurs mit elementaren Schritten für tanzbegeisterte inklusive!
  • Am 4. September (Sa., 12h) lädt der Delikatessen-Laden „was das Herz begehrt“ zum Lounge-Nachmittag mit dem Duo „soulsteady“ ein. Soul, Jazz und Chill(i) werden bei den berühmten Schokotörtchen für musikalische und kulinarische Hochgenüsse führen.
  • Das Abschlussevent dann exakt nach drei Monaten (So., 19.9., 12h) auf dem Ohlsdorfer Friedhof und im Rahmen des „Tags der Friedhöfe“ mit dem ausgefallenen Duo „PerGünth“ – Saxophon und Gitarre in sakraler Atmosphäre – wie der ganze Jazz-Sommer – einfach immer anders!

Die meisten Konzerte des Barmbeker Jazz-Sommers sind kostenfrei, detailliert und samt Umgebungsplan auf dem eigens eingerichteten Webportal www.jazz-sommer-barmbek“ zu finden.

I.V. Heiko Langanke (Jazzclub im Stellwerk e.V.)

 

Für Nachfragen steht Ihnen  LoWi – Büro für Lokale Wirtschaft
Hellbrookstraße 57, 22305 Hamburg, Tel.: 040/432 627 96
E-Mail: info-barmbek@lokale-wirtschaft.de
http://www.lokale-wirtschaft.de gerne zur Verfügung!