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2012 im Rückblick

Mein eigener Blog im Rückblick auf das Jahr 2012. Auf viele neue bewegende Bilder und die Geschichten dazu im Jahre 2013. Ich freue mich auf regen Austausch mit meinen Lesern, interessante Menschen und vor allen Dingen tolle neue Perspektiven.

Die WordPress.com-Statistik-Elfen fertigten einen Jahresbericht dieses Blogs für das Jahr 2012 an.

Hier ist ein Auszug:

600 Personen haben 2012 den Gipfel des Mount Everest erreicht. Dieser Blog hat 2012 über 4.400 Aufrufe bekommen. Hätte jede Person, die den Gipfel des Mount Everest erreicht hat, diesen Blog aufgerufen, würde es 7 Jahre dauern, um so viele Aufrufe zu erhalten.

Klicke hier um den vollständigen Bericht zu sehen.

„Wir fragen!“

„Welche Themen interessieren Sie denn heute Abend?“ Temperamentvoll und überzeugt von der Sache, steht diese Frau am Rednerpult und macht es gleich zu Anfang eines Vortrages wie in ihrem Magazin – Sie fragt. Gabriele Fischer, Initiatorin und Gründungsmitglied des Wirtschaftsmagazins ‚brand eins‘ ist am 12. April 2012 zu Besuch beim Business Club Hamburg in der Plangschen Villa an der Elbchaussee.

Gabriele Fischer ist die Chefredakteurin des Wirtschaftsmagazins brand eins. Sie studierte Politikwissenenschaften, Soziologie und Germanistik. Ihre journalistische Karriere begann sie beim Weser-Kurier, wurde dann Redakteurin und stellvertretende Chefredakteurin vom Manager-Magazin. 1998 wurde sie Chefredakteurin von Econy, aus dem später dann brand eins wurde. Sie fungiert auch als Verlegerin des Magazins. (Quelle: Wikipedia)

„Es langweilt mich, die Geschichten immer und immer wieder zu erzählen. Deshalb stelle ich am Anfang heute die Frage nach Ihren Themengebieten, die Sie interessieren.“ Damit dreht die Frau genau wie in ihrem Magazin die Perspektive um. „Was treibt Sie an bei Ihrer Arbeit?“ oder „Sind Sie glücklich?“ sind die typischen Themen, über die die geladenen Gäste gerne Auskunft bekommen.

„Wir fragen!“ Ein Satz, der sich recht banal anhört, wenn man sich aber überlegt, was dahinter steckt, bedeutet das tatsächlich eine Marktnische für das Blatt. Denn die meisten Wirtschaftsjournalisten beschreiben oft eine Situation – zumindest in ihren Artikeln. Nehmen Sie das Beispiel der Diskussion um die Erhöhung der Hartz IV Sätze um 5.- €, eine Debatte, die sich zynisch für manchen Betroffenen anhören muss. Brand eins fragte nach – bei dem Mann, der die Hartz IV Sätze ausrechnet.

„Viele Wirtschaftsthemen sind total verwässert, weil nichts nachgefragt wird. Wir fragen!“ So simpel die Philosophie ist, die hinter brand eins steckt, das Blatt gibt es erst seit 12 Jahren. Am Anfang stand manch einsamer Kampf gegen das Establishment der Wirtschaftsmagazine.

„An der einen Ecke macht ein Laden dicht, weil er pleite ist. Einen Monat später macht ein neues Geschäft auf und es funktioniert. Warum?“ Dieses Beispiel wird in einer größeren Dimension im aktuellen Heft beleuchtet. Darin werden die beiden Konzepte der erfolgreichen Drogeriekette dm mit dem von Schlecker verglichen. Zwei Wettbewerber mit einer ähnlichen Größe und Aufstellung und doch müssen jetzt Tausende Filialen von Schlecker schließen.

Wirtschaftswissenschaften beinhaltet sehr viele abstrakte Modelle, damit die Wirtschaft klar und deutlich abgebildet kann wie eine Karte eine Landschaft auch nicht im Maßstab eins zu eins darstellt. Dazu werden eine ganze Reihe von Annahmen getroffen, die auf die späteren Analysen von Ursache- und Wirkungsbeziehungen eine entscheidende Rolle spielen. Die Philosophie von brand eins stellt diese Annahmen in Frage und klärt über Alternativen auf. „Das bereitet soviel Spaß, dass wir das alle noch eine Weile weitermachen möchten.“ Die Begeisterung von der Frontfrau wirkt echt – authentisch. Die Leser und Abonnenten des Magazins dürfen sich damit noch auf eine Reihe von guten Fragen freuen.

© Text und Fotos – Cornelius Kalk

Schreiben und Knipsen

Der Fotograf Cornelius Kalk und die Journalistin Sigrun Friederike Priemer portraitieren Lohbrügges kulturelle Vielfalt. Bis zu zwölf Menschen mit unterschiedlicher Herkunft werden sie treffen und erfahren, wie sie hier leben.

Sigrun Priemer – Journalistin und Autorin

Sigrun Friederike Priemer (sfp): Herr Kalk, wie sind Sie eigentlich auf die Idee gekommen, zwölf Menschen mit Migrationshintergrund aus Lohbrügge zu portraitieren?

Cornelius Kalk (ck): Ich möchte wissen, was die Menschen bewegt und wie sie ihre Kultur hier leben. Der Austausch zwischen Menschen interessiert mich. Es werden aber nur elf Menschen mit Migrationshintergrund, weil Sie vorgeschlagen haben einen alt eingesessenen Lohbrügger zu interviewen. Warum wollten Sie das?

Sfp: Kultureller Austausch funktioniert nur, wenn alle beim Austauschen mitmachen dürfen. Zur Kulturellen Vielfalt zählt auch die einheimische Kultur, das wird bei der Integrationsdebatte oft vergessen. Miteinander heißt miteinander und nicht die Anderen unter sich.

Worauf achten Sie besonders beim Fotografieren?

Cornelius Kalk – Fotograf und Bildjournalist

Ck: Ich möchte die Menschen zeigen, wie sie leben. Wo sie sich engagieren. Jetzt wird es technisch: Ich achte auf die unterschiedlichen Ebenen. Durch das Weitwinkelobjektiv, das ich gerne beim Fotografieren verwende, verschmelze ich drei Ebenen zu einem Foto. Was ist Ihnen bei den Texten wichtig?

Sfp: Achtung und Respekt. Es geht nicht um die zur Schau Stellung der Personen. Es geht um ihr Leben, ihr Engagement und darum, was die Menschen mit ihrem Wohnort verbindet. Was sie mitgebracht haben und was sie an ihrem Leben in Bergedorf schätzen. Zurück zu den Ebenen: Welche sind das?

Ck: Es geht bei dem Ebenen um die Person, wofür sie steht, wie das Umfeld, die Familie, das Engagement – das möchte ich in einem Bild einfangen. Das Weitwinkel nutze ich, um den Bezug herzustellen.

Es ist übrigens gar nicht so einfach, Teilnehmer zu finden.

Sfp: Das stimmt. Aber spannend ist es. Auf diese Weise haben wir beispielsweise die Moschee in Bergedorf kennengelernt. Ich habe bei einem Schneider gefrühstückt. Man telefoniert mit vielen Menschen und trifft dann die Teilnehmer. Nicht jeder möchte mit Foto in der Zeitung erscheinen.

Aber alle sind hilfsbereit.

Ck: Es ist sehr inspirierend, mich mit den unterschiedlichen Menschen und ihrer Kultur zu beschäftigen. Ich bin neugierig, wen wir noch kennenlernen. Es ist erstaunlich, wie offen die Menschen zu uns sind und wie unterschiedlich ihre Geschichten sind.

Text
Sigrun Friederike Priemer
Bansenstraße 2
21075 Hamburg
Telefon 040-98769119
Email sigrun.priemer@web.de

Foto
Cornelius Kalk
Beimoorstraße 11
22081 Hamburg
Telefon 040-3570 6477
Email kalk@bewegende-bilder.de
Web http://www.bewegende-bilder.de